Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Für den Ausbau und die Dekarbonisierung der Fernwärme braucht es klare kommunale Strategien.

Bild: © Marijan Murat/dpa

Die Stadt Nürnberg will bis Mitte nächsten Jahres einen kommunalen Wärmeplan vorlegen. Einen Beitrag hierzu soll auch der Transformationsplan Fernwärme der N-Ergie leisten. Ein Teil dieses Plans wird nun bereits in die Realität umgesetzt: Der Regionalversorger hat zum Wochenbeginn zwei neue Fernwärme-Ausbaugebiete vorgestellt.

Rund 200 neue Fernwärme-Hausanschlüsse sollen östlich des Friedrich-Ebert-Platzes und südlich der Meuschelstraße in den kommenden Jahren entstehen. Weitere 70 Hausanschlüsse für Gewerbe- und Industriestandorte sollen im Nordostpark realisiert werden. Interessierte können ab sofort einen Fernwärme-Anschluss beantragen.

Fernwärme soll die Hälfte des gesamten Wärmebedarfs decken

Der Baubeginn ist für 2025/2026 geplant. Im April und Mai 2024 ist das Team der Wärmeberatung mit einem Info-Stand vor Ort, um über die Fernwärme zu informieren und Fragen zu beantworten. Alle weiteren Ausbaugebiete würden sukzessive ausgearbeitet und kommuniziert, so die N-Ergie.

Aktuell sind schon mehr als 50.000 Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen an die Fernwärme angeschlossen. Die Wärme wird hinter einigen Anschlüssen noch in verschiedene Einheiten weiterverteilt. Damit ist aktuell rund ein Viertel des Raumwärmebedarfs im Stadtgebiet gedeckt. Ziel der N‑Ergie ist, bis 2040 den Anteil auf bis zu 50 Prozent des Gesamtbedarfs in Nürnberg zu erhöhen.

Fernwärme soll bis 2035 klimaneutral erzeugt werden

Parallel zum Ausbau des Netzes will die N‑Ergie den Anteil klimaneutraler Energieträger in der Fernwärmeerzeugung schrittweise steigern. Das Unternehmen plant mehrere neue Anlagen und strebt an, die jährliche benötigte Fernwärmemenge bis 2035 klimaneutral zu erzeugen. Wichtige Bausteine könnten das geplante Altholzkraftwerk, Großwärmepumpen oder Erdwärme sein. (lm)

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