Der Wärmespeicher soll voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb gehen.

Der Wärmespeicher soll voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb gehen.

Bild: © Patch Sicherheitstechnik

Von Hanna Bolte

Die Stadtwerke München (SWM) errichten in Münchner Stadtteil Sendling am sogenannten Energiestandort Süd einen neuen Wärmespeicher. Der Speicher soll Wärme in Form von heißem Wasser zwischenspeichern. Er wird voraussichtlich im ersten Quartal des Jahres 2026 in Betrieb gehen.

Laut den SWM handelt es sich bei dem Projekt um eine Zweizonen-Speichertechnologie. Diese Technik ermögliche es, Temperaturen von mehr als 100 Grad Celsius drucklos einzuspeichern, teilte das Unternehmen mit. Der Münchner Wärmespeicher sei der sechste Speicher dieser Bauart und aktuell der größte in Europa. 

Befüllung über Monate

Der Speicher sei mit aufbereitetem, hochreinem Fernwärmewasser befüllt, erläuterte ein Sprecher der SWM auf Nachfrage. Die Befüllung dauerte demnach knapp zwei Monate – von Ende Februar bis Mitte April.

Da der Wärmespeicher am früheren Standort eines Öltanks steht, sei der Boden entsprechend vorverdichtet gewesen, so der Sprecher weiter. Die normalerweise zu erwartende mehrmonatige Setzungsphase sei deshalb inzwischen weitestgehend abgeschlossen.

Der Speicher ist etwa 50 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 40 Metern und ein Fassungsvermögen von rund 57.000 Kubikmetern Wasser.

Energiestandort im Wandel

Mit dem Bau wollen die Stadtwerke München die Balance zwischen Erzeugung und Bedarf von Fernwärme austarieren. Zudem soll die Nutzung geothermischer Energie optimiert und die Versorgungssicherheit erhöht werden.

Am Energiestandort Süd wird bereits seit dem Jahr 1899 Strom für die Stadt München erzeugt. Der Standort wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt, um einerseits dem steigenden Energiebedarf der Stadt gerecht zu werden und andererseits Platz für erneuerbare Energien zu schaffen.

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