Vattenfall steigert seine Gewinne. Vor allem der deutsche Markt trägt deutlich zum Plus bei.

Vattenfall steigert seine Gewinne. Vor allem der deutsche Markt trägt deutlich zum Plus bei.

Bild: © Daniel Naupold/dpa

Für Fernwärme-Kunden in Berlin wird das Heizen erstmals seit zehn Jahren teurer. Der Anbieter Vattenfall stellt zum 1. Oktober sein Tarifsystem auf sogenannte klimaneutrale Produkte um. Im Tarif Stadtwärme Klassik entstehen für einen typischen Berliner Haushalt mit 70 Quadratmetern monatliche Mehrkosten von 7,60 Euro, wie Vattenfall am Donnerstag mitteilte. Das seien 12,5 Prozent mehr als bislang.

Das bei der Wärmeerzeugung verursachte Kohlendioxid werde künftig mit Hilfe von Gold-Standard-Zertifikaten kompensiert, hieß es. Das bedeutet, es fließt Geld in Projekte, die an anderer Stelle den CO2-Ausstoß senken, etwa durch das Pflanzen von Bäumen. Wem das nicht genügt, der kann künftig in den Alternativtarif "Stadtwärme Natur 100" wechseln. Die damit finanzierte Wärme wird aus erneuerbaren Energien erzeugt.

Klimaschutz kostet

Dies sei der konsequente nächste Schritt beim Umbau des Geschäftes hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung, teilte Vattenfall mit. "Gleichzeitig ist klar, dass das Erreichen der Klimaziele nicht kostenlos ist", sagte Vertriebschef Stefan Preidt. Man werde aber darauf achten, Preiserhöhungen so gering wie möglich zu halten.

An das Berliner Fernwärmenetz sind 1,3 Millionen Haushalte angeschlossen. Die Stadt will nach 2030 keine Kohle mehr verbrennen. Eine Unternehmensstudie hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass der geplante Ausstieg für Fernwärmekunden in einer ungedämmten 65-Quadratmeter-Wohnung Mehrkosten von bis zu 147 Euro im Jahr bringen könnte. (dpa/amo)

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