Heidi Stopper hat viele Jahre als Führungskraft und Vorstand im Personalbereich gearbeitet.

Heidi Stopper hat viele Jahre als Führungskraft und Vorstand im Personalbereich gearbeitet.

Bild: © Karin Volz

Bevor Heidi Stopper als Karriere-Coachin selbstständig wurde, legte sie selbst eine steile Karriere hin. Zuletzt war die Volljuristin Personalvorständin bei ProSiebenSat1. Beim neusten Treffen des Frauennetzwerks gab Stopper in einem Vortrag Ratschläge.

Am Anfang ihrer Karriere, sagt Stopper, sei sie eine typische Topperformerin gewesen: Viel und gut arbeiten. Doch Gehaltserhöhung und Beförderung ließen auf sich warten, während in ihrem Umfeld männliche Kollegen aufstiegen. "Befördert werden komischerweise nicht die besten", sagt Stopper. Ihre Schlussfolgerung war: Es muss noch etwas anderes als Performance geben.

Erfolg muss vermarktet werden

"Tolle Menschen stehen sich im Weg, wenn sie sich nicht sichtbar machen oder vermarkten wollen", erklärt Stopper. Nicht jeder in einem Berufsumfeld habe Interesse, das die Kolleg*innen erfolgreich werden. Man dürfe also nicht auf einen Aufstieg hoffen, sondern müsse sich dafür einsetzten. "Es ist wichtig, die Machtstrukturen um sich herum zu studieren."

Wichtig sei es auch Chancen anzunehmen, von denen man "noch keine Ahnung" habe. "Am Anfang meiner Karriere habe ich so viel über mich gelernt, was mir liegt und was nicht", erklärt Stopper. Mutig sein und etwas ausprobieren, das sei ist ganz entscheidend für eine gute Karriere. "Es wird keiner als Topführungskraft geboren."

Top-Chefs gesucht

Wichtig ist auch die Unterstützung. "Man braucht einen Top-Chef. Ich habe zweimal einen Chef aktiv verlassen." Stopper rät, sich ein positives Umfeld zu schaffen und auch gezielt zu netzwerken. Ab dem vierten Berufsjahr, habe sie zehn Prozent ihrer Arbeitszeit in das Netzwerken gesteckt. "Mit jedem, der Interesse gezeigt hat, habe ich Kaffee getrunken oder war Mittagessen."

Wollen Sie auch netzwerken? Das nächste digitale Treffen des Kommunalen Frauennetzwerks findet am 15. Februar 2023 von 17.00 bis 18.15 Uhr statt. Über Schlagfertigkeit im Job spricht dann Anja Keßler-Wölfer, Stabsstellenleiterin bei den Städtischen Werken Magdeburg. Anschließend lernen sich die Teilnehmer*innen besser kennen. Gastgeberinnen sind wieder Kommunikations-, Positionierungs- und Netzwerkexpertin Christiane Wolff und Miriam Kruszczynski, eine der Mitgründerinnen des Netzwerks. Anmelden können Sie sich hier. (pfa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper