Überraschende Entwicklung bei den Stadtwerken Sigmaringen in Baden-Württemberg: Nach nur zwei Monaten haben sich der Kommunalversorger und sein neuer Geschäftsführer Peter Oswald bereits nach Ablauf der Einarbeitungsphase wieder getrennt. Oswald war am ersten Juli von den Stadtwerken Potsdam nach Sigmaringen gewechselt und ist mittlerweile wieder ausgeschieden, heißt es in einer knapp gehaltenen Pressemitteilung des Stadtwerke-Gesellschafters, der Stadt Sigmaringen.
Für eine Übergangszeit von einem weiteren Jahr wird der bisherige Interimsgeschäftsführer Falk-Wilhelm Schulz das kommunale Unternehmen weiterführen, der eigentlich mit Ablauf der geplanten Übergangsphase und der Einarbeitung seines Nachfolgers Peter Oswald ausgeschieden wäre. Schulz hat in der Vergangenheit aber mehrfach betont, dass er weiterhin als Interims-Geschäftsführer in der Branche arbeiten und nicht dauerhaft für eine Übernahme des Geschäftsführer-Postens in Sigmaringen zur Verfügung steht. Nach ZFK-Informationen wird die Stelle neu ausgeschrieben und erneut ein entsprechendes Auswahlverfahren aufgesetzt.
Schulz hat die Stadtwerke Sigmaringen stabilisiert
Falk-Wilhelm Schulz hatte die Leitung der Stadtwerke Sigmaringen vor knapp zwei Jahren in einer schwierigen Phase übernommen und wieder in ein ruhigeres Fahrwasser geführt. Der Kommunalversorger hatte infolge der jüngsten Energiekrise hohe Verluste im Vertrieb gemacht und rote Zahlen geschrieben.
Der 53-Jährige Oswald war zuletzt als Prokurist und Bereichsleiter Vertrieb, Kundenservice und Marketing bei Energie und Wasser Potsdam tätig. Zwei seiner künftigen Arbeitsschwerpunkte in Sigmaringen sollten in den Bereichen Digitalisierung und Energiewende liegen, hieß es vor einigen Monaten in einer Pressemitteilung.
Ziel sei es, dadurch das Unternehmen bei den anstehenden Transformationsprozessen zu unterstützen, um den neuen Marktanforderungen gerecht zu werden. Für seine neue Aufgabe bei den Stadtwerken plante Oswald, zusammen mit seiner Familie wieder in den Süden zu ziehen, um seinen Lebensmittelpunkt künftig in der Nähe des Arbeitsortes zu haben. Warum es nun in Sigmaringen nicht weitergeht, war bisher nicht zuerfahren.
Vor seiner Zeit in Potsdam war er unter anderem in Führungsfunktionen bei den Stadtwerken Pforzheim, der Energiedienst-Gruppe und EnBW tätig.