Der Energiedienstleister Techem sortiert seine Chefetage neu. Der Aufsichtsrat habe sich mit Matthias Hartmann, CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung, 60, sowie Carsten Sürig, Chief Financial Officer, 60, einvernehmlich auf einen Wechsel an der Führungsspitze verständigt und beschleunige damit die personelle Neuaufstellung des Unternehmens, hieß es in einer Mitteilung von Techem. Hartmann führte Techem über sechs Jahre, Sürig war über sieben Jahre in seiner Position.
Nachbestzung noch unklar
Hartmann hatte bereits mitgeteilt, seinen Vertrag über das Frühjahr 2027 hinaus nicht verlängern zu wollen. Nun würden die beiden ab sofort aus der Geschäftsführung ausscheiden. Eine Nachfolge gibt es noch nicht: Bis die Positionen endgültig neu besetzt sind, soll eine Doppelspitze Techem interimistisch führen: Ulrich Schiller, 50, aktuell CEO der Techem Deutschland, und Michael Nilles, 53, Mitglied des Advisory Boards, leiten die Gruppe als Co-CEOs.
Ihre Erfahrungen passten sehr gut zu den strategischen Prioritäten des Unternehmens mit seinem Fokus auf Kunden der Immobilienwirtschaft und digitale Angebote, hieß es in der Techem-Mitteilung. Schiller bringe umfassende Erfahrung als Geschäftsführer in Wohnungsbauunternehmen mit, Nilles langjährige Digitalisierungsexpertise aus Stationen bei namhaften Industriefirmen.
"Matthias Hartmann und Carsten Sürig haben die strategische Transformation von Techem maßgeblich vorangetrieben, um das Unternehmen vom klassischen Mess- und Abrechnungsdienstleister zu einem digitalen Anbieter für Energie- und Gebäudemanagement weiterzuentwickeln", sagt Tom Blades, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Techem Gruppe. Techem sei heute wirtschaftlich sehr gut aufgestellt, um diese Transformation weiter voranzutreiben und profitabel zu wachsen. "Wir danken beiden für ihren Einsatz und wünschen ihnen für ihre nächsten Aufgaben alles Gute", so Blades.
Neue Ausrichtung Richtung EDL und Smart Meter verstärken
Techem will seinen strategischen Kurs künftig noch stärker an den Anforderungen seiner Kunden aus der Wohnungswirtschaft ausrichten. Dafür plane das Unternehmen, sein Angebot an umfassenden digitalen Leistungen im Bereich Energie und Dekarbonisierung auszubauen.
Im Fokus stehen dabei vor allem die Skalierung von Smart Metering sowie die stärkere Nutzung künstlicher Intelligenz, um die Gebäudeenergiesteuerung zu optimieren. Vor diesem Hintergrund hatte das Unternehmen im September 2025 bereits die Mehrheit an Inexogy Smart Metering erworben, einem der größten wettbewerblichen Messstellenbetreiber Deutschlands.