Führungswechsel bei den Stadtwerken Landshut in Niederbayern: Werkleiter Jürgen Fürst wird sein Amt mit Wirkung zum 1. August 2026 aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen niederlegen, heißt es in einer Pressemitteilung des kommunalen Energieversorgers. Der eigentlich noch bis Juni 2028 laufende Fünfjahres-Vertrag wird im besten gegenseitigen Einvernehmen beendet. Eine entsprechende Vereinbarung wurde vom Stadtrat einstimmig gebilligt.
Die Leitung der Stadtwerke, die als kommunaler Eigenbetrieb der Stadt Landshut unter anderem für die Energie- und Wasserversorgung der Region, den lokalen ÖPNV und den Betrieb des Stadtbads zuständig sind, übernimmt übergangsweise der bisherige stellvertretende Werkleiter Jürgen Baron. Das Ausschreibungsverfahren soll so schnell wie möglich beginnen.
Beitritt in Münchner Verkehrsverbund und Geothermieprojekt
Der 63-jährige Jürgen Fürst hatte sein Amt als Leiter der Stadtwerke Landshut im Juni 2023 angetreten und damit den damals auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Armin Bardelle abgelöst. Bardelle arbeitet mittlerweile als Geschäftsführer bei den Bad Hersfelder Stadtwerken.
In Fürsts Amtszeit traten Stadt und Landkreis unter anderem dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) bei. Im Energiesektor wurde der Ausbau des durch das Biomasseheizkraftwerk gespeisten Fernwärmenetzes und der Umstieg auf erneuerbare Energien Fürst vorangetrieben. Hierzu zählen nach Angaben der Stadtwerke unter anderem auch der Bau einer neuen Heizzentrale, die im Herbst fertiggestellt wird, sowie der Start eines Geothermieprojekts für Landshut.