Die Veröffentlichung der Studie ist für Anfang 2027 geplant.

Die Veröffentlichung der Studie ist für Anfang 2027 geplant.

Bild: © Fotogestoeber/AdobeStock

"CEO der Zukunft" bringt seit Anfang des Jahres mit einem Cross-Mentoring-Programm die nächste Führungsgeneration für kommunale Unternehmen in Form. Dabei geben 30 erfahrene Manager:innen Wissen und Erfahrungswerte weiter, stehen aktiv im Austausch mit ihren Mentees.

Der Netzwerk-Gedanke spielt dabei eine zentrale Rolle – und kommt nun einmal mehr mit einer neuen Studie zum Tragen, die das Thema analytisch aufarbeitet und von der Universität St. Gallen verantwortet wird.

Führung in Zeiten von Transformation

Gemeinsam mit Personio, dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sowie einem Lenkungskreis aus sieben Stadtwerken lässt "CEO der Zukunft" in einer bundesweiten Leadership-Studie analysieren, wie kommunalwirtschaftliche Führung sich in Zeiten von Transformation darstellt.

Energie-, Wärme- und Mobilitätswende sind nur einige Faktoren, die kommunale Unternehmen zunehmend in ein Spannungsfeld rücken: Sie müssen neue Geschäftsmodelle adaptieren und gleichzeitig von Verwaltung und Stabilität geprägte Strukturen integrieren.

Die neue Studie soll nun systematisch aufarbeiten, wie gut Stadtwerke und ihre Führungsspitzen für die bevorstehenden Herausforderungen aufgestellt sind und konkrete Ansatzpunkte entwickeln, wie Stadtwerke Führung zukunftsfähig optimieren können. Ziel ist es, den Status quo systematisch zu erfassen, Benchmarks aufzustellen und konkrete Impulse für die Weiterentwicklung von Führung in der Branche abzuleiten. 

Führung mit Blick auf die Praxis

Neu dabei ist, dass Perspektiven von Geschäftsführung, HR und Führungskräften systematisch zusammengeführt werden, um ein ganzheitliches Bild von Führung in Stadtwerken zu ermöglichen. Der Ansatz soll gewährleisten, dass Führung in der Kommunalwirtschaft nicht abstrakt, sondern aus der Praxis heraus betrachtet wird und operative Erfahrungen berücksichtigt.

Die unabhängige wissenschaftliche Leitung und Methodik des Projekts obliegt der Universität St. Gallen unter Einbindung von Heike Bruch, Direktorin des Instituts für Leadership und Personalmanagement. Auf Basis qualitativer Initialinterviews entwickelt das Universitätsteam eine Umfrage, zu der anschließend mindestens 50 Stadtwerke konsultiert werden sollen.

"Mit der Studie möchten wir dazu beitragen, Leadership in Stadtwerken zu stärken und attraktiver zu machen", erklärt Bruch. "Konkret beantworten wir daher drei Fragen: Was macht Leadership der Zukunft in dieser Branche aus? Wie lässt sich Leadership effektiv fördern? Was sind konkrete Ansatzpunkte, wie Stadtwerke Führung zukunftsfähig weiterentwickeln können? Im Kern geht es um wissenschaftliche Erkenntnisse für die Leadershippraxis der Stadtwerke heute und morgen."  

Lenkungskreis aus sieben Stadtwerken

Unter dem Vorsitz von Charlotte Beissel wird das Projekt von einem Lenkungskreis aus sieben Stadtwerken begleitet: Stadtwerke Düsseldorf, Enercity, Wemag, Stadtwerke Münster, EWE, N-Ergie und Badenova. Unterstützt wird die Studie außerdem vom VKU sowie Personio.

"Ich leite den Lenkungskreis dieser Studie aus voller Überzeugung, weil Leadership für die Zukunftsfähigkeit von Stadtwerken ein strategisches Thema ist", sagt Beissel. "Die Studie kann Orientierung geben, Best Practices sichtbar machen und einen wertvollen Erfahrungs- und Wissenstransfer in der Branche anstoßen. Ich wünsche mir, dass sie Stadtwerke und Führungskräfte ermutigt, Leadership noch konsequenter als Zukunftsthema zu gestalten".  

Benchmarks und neue Impulse als Ziel

"Die Studie gibt uns die Chance, unseren Mitgliedern erstmals einen fundierten Benchmark und konkrete Orientierung für die Weiterentwicklung von Führung in Stadtwerken an die Hand zu geben", so VKU-Geschäftsführer Heiko Schäffer. "Dass Wissenschaft, kommunale Praxis und der VKU hier zusammenkommen, macht das Projekt für die Mitglieder besonders wertvoll."

Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für Anfang 2027 geplant. Unter anderem sollen die Resultate in einem Branchen-Benchmark-Bericht aufgearbeitet werden. Ebenso möchte man einen Katalog mit konkreten Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung von Führungskräften und Organisationen anlegen.

Weitere Informationen finden Interessierte hier.

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