Die EWE-Tochter Waydo schult unter anderem Mitarbeiter des Autohauses Senger zu Themen rund um elektrisches Fahren.

Die EWE-Tochter Waydo schult unter anderem Mitarbeiter des Autohauses Senger zu Themen rund um elektrisches Fahren.

Bild: © David Hecker/EWE

Mit diesem vierten Aufruf im Bundesprogramm Ladeinfrastruktur fördert das BMVI die Errichtung von bis zu 5000 Normal- und 5000 Schnellladepunkten. Dafür stehen rund 100 Mio. Euro bereit. Anträge müssen bis 30. Oktober 2019 über das Portal "easy-Online" eingereicht werden.

Das Bundesprogramm trifft unverändert auf eine sehr große Nachfrage. Bisher wurden Anträge für insgesamt rund 16.000 Ladepunkte, davon etwa 13.300 Normalladepunkte und rund 3250 Schnellladepunkte, bewilligt. Das entspricht einem Fördervolumen von mehr als 78 Mio. Euro. Damit wurde die Zahl der vorhandenen Ladepunkte mehr als verdoppelt. In den nächsten Wochen sollen die Anträge aus dem dritten Förderaufruf von Ende 2018/Anfang 2019 bewilligt werden. Im Rahmen dieses dritten Förderaufrufs wurden 5153 Normal- und 5301 Schnell-Ladepunkte beantragt.

Online-Tool sichert flächendeckenden Ausbau

"Die Inanspruchnahme der vorherigen Förderrunden belegt den Erfolg des Programms", sagte Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). "Seine Fortsetzung trägt maßgeblich zur Verstetigung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur in Deutschland bei. Das weiterentwickelte Standorttool, das bei der Vergabe zum Einsatz kommt, ist ein wichtiges Instrument, die weißen Flecken auf der Landkarte zu tilgen. Eine lückenlose, flächendeckende Ladeinfrastruktur ist Grundvoraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität."

Auch im vierten Förderaufruf kommt nämlich das webbasierte Standorttool zum Einsatz, das Versorgungslücken im bundesweiten Ladenetz identifizieren kann. Dort fließen unter anderem Verkehrs- und Mobildaten, Nutzerdaten von Elektrofahrzeugen und sozio-ökonomische Daten ein. Mit Hilfe dieses Tools wird ein flächendeckender und nachfrageorientierter Aufbau der Ladeinfrastruktur gewährleistet.

300 Mio. Euro bis 2020

Ziel des Programms Ladeinfrastruktur ist der Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15.000 Ladesäulen. Dafür stellt das BMVI bis 2020 insgesamt 300 Millionen Euro bereit. Private Investoren, Städte und Gemeinden können Förderanträge stellen. Die Förderung umfasst bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten und neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.‎ (bh/hp)

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