Alle 150 Meter soll eine Ladesäule stehen – so stellt sich Bottrop die Elektromobilität in der Stadt vor. Für alle E-Autofahrer soll eine Lademöglichkeit in vertretbarer Entfernung erreichbar sein. Das gilt nicht nur fürs Zentrum, sondern auch für den Stadtrand. Und um all das zu erreichen, hat die Stadt eine Ausschreibung für Standorte veranstaltet, in der sie ihre Bedingungen diktierte.
Das Ergebnis dieses Wettbewerbs hat der Technische Beigeordnete Klaus Müller im Rathaus vorgestellt.„Wir wollen, dass eine Ladesäule einen Radius von 150 Metern abdeckt und Säulen in einer vertretbaren Entfernung erreichbar sind“, erklärt Müller. Damit dies nicht nur in den dichtbesiedelten Bereichen geschieht, wurden für den Wettbewerb unterschiedliche Standorte gebündelt.
Schnelle Störungsbehebung gehört zu den Kriterien
Vier Unternehmen haben den Zuschlag für die 39 Säulen erhalten. Drei stellen jeweils zehn und eines neun Ladesäulen auf. E-Maxx, Jucr, Qwello und Emscher Lippe Energie haben nach Angaben aus Bottrop sowohl die Pflichtkriterien als auch die optionalen Bedingungen erfüllt.
In jedem Fall werden die Ladesäulen zu 100 Prozent mit Ökostrom beliefert. Störungen werden in der Regel nach acht, spätestens aber nach zwölf Stunden behoben. Die Stromtarife sind auf Displays abzulesen und Nutzer können die Ladesäulen unabhängig von ihrem Kundenstatus nutzen.
Nutzer in Mehrfamilienhäusern erreichen
Mit den insgesamt 78 Ladepunkten auf städtischen Parkplätzen will Klaus Müller Nutzer erreichen, die in Mehrfamilienhäusern wohnen und nicht über eigene Wallboxen verfügen. Außerdem werde es für Anwohner keine Blockiergebühren geben, wenn das Auto über Nacht lädt, erklärt Müller. Die Leute sollen nicht mitten in der Nacht einen neuen Parkplatz suchen müssen, wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist. Tagsüber darf maximal drei Stunden geladen werden.
Die Elektromobilität wird vom städtischen Mobilitätsmanager Gerwin Conrad vorangetrieben. „Wir haben eine Konkurrenzsituation geschaffen“, sagt er. Da künftig vier Unternehmen im Wettbewerb stehen, können die Kunden die Ladepunkte je nach Preis und technischer Bedienbarkeit auswählen.
Vorgesehen ist, dass die Säulen Anfang 2025 errichtet werden. Die Betreiber erhalten die Nutzungserlaubnis für zunächst acht Jahre. (wa)
