Einer der 230 Oberleitungsmasten für die "Elektro"-Teststrecke auf der Autobahn 5 zwischen Darmstadt und Frankfurt am Main steht bereits. Anfang 2019 rollen dann auch die ersten E-Brummis über den Asphalt.

Einer der 230 Oberleitungsmasten für die "Elektro"-Teststrecke auf der Autobahn 5 zwischen Darmstadt und Frankfurt am Main steht bereits. Anfang 2019 rollen dann auch die ersten E-Brummis über den Asphalt.

© Hessen Mobil

„ELISA“ nimmt Fahrt auf: Das Großbauprojekt ist nun auf der Autobahn 5 zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt gestartet. Nachdem der erste Oberleitungsmast bereits steht, werden in den kommenden Monaten die restlichen 229 Masten aufgestellt. Ziel des Vorhabens ist eine zehn Kilometer lange Oberleitungsstrecke für Lastwagen mit Stromabnehmer zu installieren.

Fünf Kilometer in jede Fahrtrichtung soll die Teststrecke in der Metropolregion Rhein-Main umfassen. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt wird erprobt, ob eine Elektrifizierung von Autobahnteilstrecken mit Oberleitungen machbar ist. Das könnte den Schwerlasttransport deutlich umweltfreundlicher machen, die Technik auf Seiten der Lkw-Hersteller ist bereits vorhanden: Mehrere Speditionen und Logistikunternehmen haben bereits die Teilnahme ihrer Elektro- oder Hybridflotte zugesagt.

Ein- und Auslinken in die Oberleitung im fließenden Verkehr möglich

Sensoren im Dach von hybrid oder rein elektrisch betriebenen Lastwagen erkennen, ob sich über dem Fahrzeug eine Oberleitung befindet. Die ins Dach des Führerhauses eingebauten Abnehmer werden daraufhin ausgefahren und versorgen den Elektromotor des Lastwagens mit Strom. Zugleich wird die mitgeführte Batterie aufgeladen. Bei dem Stromabnehmer handelt es sich um eine Weiterentwicklung des in Bahnen bewährten Systems. Einen Unterschied gibt es allerdings: Endet die Oberleitung oder will ein Lkw überholen, springen entweder die Batterie oder ein Dieselgenerator ein. Das Herstellen oder Lösen der Verbindung mit der Oberleitung erfolgt automatisch im fließenden Verkehr, ohne dass die Geschwindigkeit verringert werden muss.

Das Pilotprojekt auf der A5 wird vom Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes Hessen (Hessen Mobil) in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt realisiert. Ein Teil der Finanzierung wird über die Förderung durch den Bund abgewickelt. In Summe 14,6 Mio. Euro stellt die Regierung dem Land  für den Ausbau der lokalen Infrastruktur zur Verfügung. (ls)







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