TankE ist Anbieter von Ladeinfrastrukturlösungen (Symbolbild).

TankE ist Anbieter von Ladeinfrastrukturlösungen (Symbolbild).

Bild: © Adobe Stock/pureshot

Das Ladenetz für Elektroautos wird allmählich etwas dichter und Niedersachsen landet im Vergleich der Flächenländer auf Rang drei hinter Bayern und Baden-Württemberg. Wie aus den zuletzt verfügbaren Daten des "Ladesäulen-Registers" vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht, entfallen in Niedersachsen statistisch 51 Ladepunkte auf 100.000 Einwohner.

Im Schnitt kommen im Freistaat Bayern etwa 64,1 frei zugängliche Ladepunkte auf 100.000 Einwohner. Das benachbarte Baden-Württemberg liegt mit knapp 64 ganz dicht dahinter.

Dichte in Großstädten

Im Großstädteranking (100.000 bis 500.000 Einwohner) des Branchenverbands landet Wolfsburg mit 493 Ladepunkten auf der Spitzenposition. Bei den Metropolen (mehr als 500.000 Einwohner) liegt Hannover mit 280 Ladepunkten im Angebot bis Ende Mai nur auf dem achten Platz.

Die Dichtewerte sind in großen Städten freilich höher. So hat Hamburg als Bundesland einen leicht höheren Wert (65,7) als Bayern. Für Bremen liegt der Wert bei 41,5.

Betriebliches Laden

Das Verkehrsministerium in Hannover sieht Niedersachsen beim Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladepunkte in einer sehr guten Position. Allerdings liege der größte Teil der Haushalte im ländlichen Raum oder in Kleinstädten. Die meisten Haushalte würden über einen eigenen Stellplatz verfügen und an der Wallbox laden, teilte das Ressort auf Anfrage mit.

Wegen der weiten Wege seien in Niedersachsen vorrangig sogenannte Schnellladehubs an den Hauptachsen und im urbanen Raum nötig. Angesichts des positiven Trends bei den Elektroautos müssen laut Verkehrsministerium die Anstrengungen verstärkt werden.

Rolle der Kommunen

"Wir konzentrieren uns derzeit auf das betriebliche Laden und bauen zudem Beratungsangebote zur Errichtung von Ladeinfrastruktur für den öffentlichen Raum auf", sagte ein Sprecher.

Bei der Oberbürgermeisterkonferenz am Mittwoch in Wolfsburg herrschte Einigkeit darüber, dass die Kommunen dabei eine wichtige Rolle spielen und mehr Schnellladepunkte in Wohngebieten entstehen sollen. (dpa/jk)

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