Voraussichtlich Ende diesen Jahres gehen die ersten deutschen Flüssigerdgas(LNG)-Tankstellen und -Umschlagplätze in den Häfen Duisburg und Mannheim in Betrieb. Das schätzt das Berliner Startup Liquind in einer Pressemitteilung vom Mittwoch. Liquind, eine Beteiligung der ökologisch orientierten schweizerischen Energie 360°, baut im europäischen Hinterland mit Geldern aus dem Programm CEP der EU eine LNG-Verteilinfrastruktur auf.
Und die Reise geht in Richtung flächendeckendes Netz in Deutschland: Brüssel fördert über Liquind den Aufbau weiterer neun deutscher Standorte und eines tschechischen Umschlagplatzes mit gut drei Mio. Euro. Das Unternehmen hat dabei im Auge, so auf ZfK-Nachfrage:
- Weil am Rhein
- die Region Ems
- Dortmund
- Hamburg
- Berlin
- Hannover/Braunschweig
- Magdeburg
- Frankfurt am Main
- Nürnberg
- und die tschechische Hauptstadt Prag.
Liquind baut jeweils die Verteilinfrastruktur auf und gewährleistet einen diskriminierungsfreien Zugang zu den Tankstellen. Von Binnenhäfen als Umschlagplätzen aus soll eine sternförmige Versorgung von Tankstellen an Knotenpunkten des Straßenverkehrs entstehen. Als Verbraucher sind Fern-LKW und Binnenschiffe vorgesehen, anfangs eher Hafenfahrzeuge und LKW hafennaher Fuhrunternehmen.
Geschäftsmodell für Stadtwerke?
Für Stadtwerke könnte die Zeit gekommen sein, sich Gedanken über LNG-Geschäftsmodelle zu machen. Die Partnerschaft zwischen RWE Supply & Trading und dem Hafen Duisburg war erst im Januar 2017 geschlossen worden. Keine zwei Jahre später könnte die Station in Betrieb sein. (geo)
