Wenn beim Elektroauto nach einer Kollision die Antriebsbatterie ausgetauscht werden muss, wird es teuer.

Wenn beim Elektroauto nach einer Kollision die Antriebsbatterie ausgetauscht werden muss, wird es teuer.

Bild: © Sergii/stock.adobe.com

500 Millionen Euro sollen die Batterieindustrie in der Europäischen Union (EU) wettbewerbsfähiger machen und die Kapazitäten für benötigte Rohstoffe wie Lithium erhöhen. Dazu haben das von der EU unterstütze Netzwerk EIT Inno Energy und die Investmentgesellschaft Demeter Investment Managers mit Hauptsitz in Paris jetzt den Fonds "Strategic Battery Materials Fund" aufgelegt.

"Erhebliche Lücken" vorhanden

Zwischen dem verfügbaren Angebot und der steigenden Nachfrage nach Batterierohstoffen für die Elektromobilität gebe es "erhebliche Lücken", teilte EIT Inno Energy mit. Der neue Fonds ziele darauf ab, die europäischen Kapazitäten für Materialien wie Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan und Graphit zu stärken. Das soll eine "übermäßige Abhängigkeit" der EU von ausländischen Lieferungen gemäß des Critical Raw Materials Acts verringern.

Der mit 70 Prozent größte Teil des Geldes ist Projekten innerhalb der EU und in den Nachbarländern vorbehalten. Es soll in den Bergbau, die Verarbeitung und Raffinierung sowie das Recycling fließen – auch in Upstream-Projekte im Frühstadium. Das betonte Diego Pavia, CEO von EIT Inno Energy. "Um eine florierende und widerstandsfähige europäische Batterieindustrie zu sichern, müssen wir unsere Anstrengungen in der heimischen Produktion von Batterierohstoffen verstärken", sagte Pavia.

Umweltstandards müssen stimmen

Mit den restlichen 30 Prozent sollen Rohstoffe aus Partnerländern wie Kanada, Namibia und Argentinien nach Europa kommen. Investiert werde ausschließlich in Projekte, die die höchsten Umweltstandards einhalten, bekräftigte EIT Inno Energy. In dem europaweiten Netzwerk sind nach eigenen Angaben mehr als 200 Unternehmen zusammengeschlossen. Es ist unter anderem federführend bei der EU-Initiative European Battery Alliance. (dz)

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