Die bundeseigene Now GmbH – einst gegründet als „Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ – stellt sich neu auf. Der bisherige Chef muss dabei seinen Hut nehmen.
Der Aufsichtsrat hat beschlossen, Kurt-Christoph von Knobelsdorff als Geschäftsführer und Sprecher der Now GmbH abzuberufen. Übergangsweise werde Dagmar Fehler die Geschäftsführung übernehmen. Fehler war bisher Bereichsleiterin Batterie-Elektrische Mobilität & Ladeinfrastruktur sowie Leiterin der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur.
Kürzung von Fördermitteln
Auch inhaltlich gibt es Änderungen. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Herbst 2023 zum Zweiten Nachtragshaushaltsgesetz 2021 und die dadurch erforderlichen Kürzungen von Fördermitteln, haben demnach erhebliche Auswirkungen auf die Aufgaben der Now GmbH.
Ergebnis einer Evaluation sei, dass Now künftig ihr Profil schärfen werde. Prioritär will sich das Unternehmen auf das Themenfeld Elektromobilität und Ladeinfrastruktur konzentrieren. Weitere Themen –vor allem Wasserstoff und E-Fuels, „werden weiterbearbeitet, um die strategische Anknüpfungsfähigkeit beizubehalten“.
Knobelsdorff leitet die Now GmbH seit Mai 2020, seit März 2022 gemeinsam mit Alina Hain, die die Position des Chief Operating Officers innehat. Sein Vertrag sollte ursprünglich bis 2026 laufen.
In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Förderprojekte im Zusammenhang mit Wasserstoffmobilität massiv gekürzt oder gestrichen. Grund dafür waren auch Ungereimtheiten bei der Vergabe, durch die ein Abteilungsleiter des Bundesverkehrsministeriums, Klaus Bonhoff, von seinen Aufgaben entbunden wurde. Ein Zusammenhang der Affäre mit der nun erfolgten Trennung vom Now-Chef ist allerdings nicht bekannt. (wa)
