Für einen weiteren Ausbau des Ladenetzes müsste in den vielen Städten und Gemeinden das Stromnetz ertüchtigt werden, wodurch die kommunalen Kassen mit erheblichen Kosten durch Tiefbauarbeiten belastet werden. Das soll in Hilden vermieden werden. Die örtlichen Stadtwerke haben deswegen ein Pilotprojekt für eine intelligente Stärkung des Ladenetzes für E-Autos ohne das Aufgraben von Straßen gestartet. Petros Tsiamos, Kundenberater der Stadtwerke Hilden und Vater des Projekts, spricht dabei von „modernem Lastmanagement“.
Mit intelligenter Technik wird ständig überprüft, wie viel Strom an den Ladepunkten gezogen wird. Die Ladegeschwindigkeit in den einzelnen Säulen wird in Echtzeit dem Bedarf anpasst, um das Netz nicht zu überlasten. „Dadurch wurde vermieden, das Stromnetz auszubauen“, erklärt Daniel Heuberger, Referent der Geschäftsführung bei den Hildener Stadtwerken. „Da der Strombedarf im Gebäude antizyklisch zum Ladeverhalten der Autos ist, konnte eine intelligente Lösung gefunden und das bestehende Netz ideal ausgenutzt werden.“
Stadtwerke Hilden betreiben die Ladesäulen
„Ich sehe das als Musterbeispiel, an dem gezeigt wird, wie eine Mobilitätswende in der Zukunft gelingen kann“, sagte Heuberger der Rheinischen Post. Das Pilotprojekt für intelligente E-mobilität solle weiterentwickelt und ab Herbst für Hildener Privatleute und Gewerbetreibende zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis angeboten werden, ergänzt eine Pressesprecherin der Stadtwerke Hilden. Der Kommunalversorger schließt die Ladesäulen an, richtet sie ein und übernimmt auch die Wartung.
Die Hardware, die Ladesäulen also, beziehen die Stadtwerke Hilden von der Firma „Wallbe“, die zudem in das Fachpartnerprogramm der Stadtwerke Hilden eingestiegen ist. Die von „Wallbe“ angebotene Technik ermöglicht eine Installation und Wartung der intelligenten Ladeboxen. Die optische Gestaltung der Boxen kann dabei nach Kundenwunsch erfolgen. (sig)
