Verbio gewinnt auf landwirtschaftlichen Reststoffen und Stroh Biomethan.

Verbio gewinnt auf landwirtschaftlichen Reststoffen und Stroh Biomethan.

Bild: © Verbio

Die Verbio (Vereinigte Bioenergie AG) aus Zörbig (Sachsen-Anhalt) hat im Geschäftsjahr 2018/2019 von einem sehr positiven Marktumfeld in Sachen Klimaschutz profitiert. Die Biomethan-Erzeugung stieg mit 706,5 GWh (Vorjahr: 608,3 GWh) auf ein neues Allzeithoch, die Produktion von Biodiesel und Bioethnal blieb mit 721.126 Tonnen in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres. In der Folge stieg der Umsatz  deutlich auf 779,3 Mio. Euro (Vorjahr: 685,9 Mio.) , das Ebitda verdoppelte sich auf 95,1 Mio. Euro (Vorjahr: 44,8 Mio.).

Positiver Ausblick 

„Die am 1. Januar 2019 eingeführte Mautbefreiung für emissionsarme LKW hat zu einem beispiellosen Anstieg der Verkaufszahlen für schwere und leichte CNG- und LNG-LKW geführt“, erklärte der Vorstandsvorsitzende von Verbio, Claus Sauter. Die Reduktionsquote für Treibhausgase steige im kommenden Jahr zwar auf sechs Prozent. Dies sei aber immer noch zu niedrig, die Nachfrage nach Biokraftstoffen werde in Deutschland also weiter steigen. "In anderen Märkten sehen wir ebenfalls einen positiven Trend.", so Sauter.

Die Zahl der CNG-Stationen, die Verbiogas anbieten, konnte deutschlandweit auf 125 Tankstellen erhöht werden. Seine Investitionen hat der Biokraftstoffehersteller im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt auf 64,6 Mio. Euro. Neben der Erweiterung der Sterolproduktion und der Errichtung einer neuen Bioraffinerie in Deutschland konzentrierten sich die Investitionen auf die Stroh-Biomethan-Projekte in Indien und den USA. Im Zuge des deutlichen  Wachstums wurde auch der Personalbestand kräftig ausgebaut. Ende Juni dieses Jahres arbeiteten rund 660 Personen bei Verbio – das waren 97 mehr als im Vorjahr. Mittlerweile ist die Mitarbeiterzahl auf circa 700 angewachsen. Neue Stellen entstanden dabei vor allem in Produktion, Verwaltung und Projektentwicklung sowie durch Untternehmenskäufe.

Produktdiversifikation geht weiter

"Die gute Ertragslage und die stabile wirtschaftliche Situation bilden die Basis unserer internationalen Wachstumsstrategie sowie der zunehmenden Produktdiversifikation. Durch den Ausbau der Herstellung und Vermarktung von Koppelprodukten machen wir uns zunehmend unabhängiger vom Biokraftstoffmarkt“, betont Claus Sauter. Dafür habe man auch das Technologieunternehmen Ximo erworben, mit dem man gemeinsam Katalysatoren und Prozesstechnik zur Herstellung chemischer Rohstoffe aus erneuerbaren Quellen entwickeln wolle. Für das Geschäftsjahr 2019/20 rechnet Sauter mit einem Ebitda in Höhe von 65 Mio. Euro. (hoe)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper