Die Nachfrage nach Elektroautos wächst weiter exponentiell. Das zeigt eine Analyse von PWC Autofacts auf Basis von Zulassungszahlen in den wichtigsten globalen Automärkten.
„Obwohl die wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen für Elektrofahrzeuge nach wie vor groß sind und Vieles gegen ihren Erfolg zu sprechen scheint, erleben wir jährlich etwa eine Verdopplung des Absatzes", sagt PWC-Experte Felix Kuhnert. Nachdem die reinen Elektrofahrzeuge 2018 bei den Verkäufen erstmals die Millionenmarke knackten, rechnet PWC mit einem Wachstum um mehr als das Doppelte auf schätzungsweise 2,3 Millionen verkauften Einheiten bis zum Jahresende 2019."
Die europäischen Top-5-Märkte Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zeigten im ersten Halbjahr 2019 ein anhaltendes Wachstum von 34,6 Prozent auf 411.801 Einheiten. Dabei legten die batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge am stärksten zu – um 72,1 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Bei den Plug-in-Hybriden hingegen halte die Stagnation an; ihre Verkaufszahlen sanken im selben Zeitraum um neun Prozent. Hybridfahrzeuge ohne externe Lademöglichkeit legten um 37,1 Prozent zu.
Erstes Halbjahr schlägt schon fast das Vorjahr
In Deutschland sind im ersten Halbjahr mehr als 30.000 batterieelektrisch betriebene Autos verkauft worden - und damit bereits fast genauso viele wie im gesamten Jahr 2018. PWC hält – nach konservativer Schätzung – 60.000 verkaufte Einheiten zum Jahresende 2019 für realistisch.
China, weiterhin der weltweit führende Markt für E-Autos und leichte Nutzfahrzeuge mit Batterieantrieb, verzeichnete zwischen Januar und Juni 2019 eine Wachstumsrate von 45,7 Prozent auf 652.520 verkaufte Einheiten. In Japan wurden nur etwa 11.000 batterieelektrische Autos verkauft, was etwa einem Drittel der Verkäufe in Deutschland entspricht. Hybride, insbesondere das Modell Prius von Toyota, gingen hingegen rund 600.000 Mal an japanische Kunden. (wa)