Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Baden-Württemberg müssen länger auf die versprochene "Mobilitätsgarantie" warten. Ein besseres Angebot von Bus und Zug solle es nun erst 2030 geben, räumte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) gegenüber der Deutschen Presseagentur (DPA) ein.
Alle 15 bis 30 Minuten
Ursprünglich wollte die grün-schwarze Landesregierung bereits bis zum Jahr 2026 eine dichtere Taktung erreichen. Dann sollten beispielsweise Busse auf dem Land mindestens alle 30 Minuten verkehren, in Ballungszentren mindestens alle 15 Minuten. "Wir werden die Mobilitätsgarantie so definieren, dass sie bis 2030 realisierbar ist", kündigte Hermann an.
Es mangelt an Personal
Der Minister begründet den Schritt mit einem "massiven Mangel bei Lokführerinnen, Lokführern, Busfahrerinnen und Busfahrern". Zwar könne man sich schöne Ziele stecken, wenn aber das Personal fehle, seien Grenzen gesetzt, erklärt Hermann. Der Koalitionspartner CDU hatte bereits im April des vergangenen Jahres vor mangelndem Personal im ÖPNV gewarnt.
Vorschlag angekündigt
Jetzt will Hermann auch auf "flexible und bedarfsorientierte Angebote" setzen, insbesondere im ländlichen Raum. Dazu hat er einen entsprechenden Vorschlag angekündigt, "der bezahlbar ist und der einen großen Nutzen hat". Dem Minister zufolge fährt der ÖPNV in Ballungsräumen bereits "weitestgehend" im Viertelstundentakt und auf dem Land zu Hauptverkehrszeiten "zum Teil" im Halbstundentakt. (DPA/dz)



