Das Transport-System Bögl (TSB) hat vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) für wesentliche Teile des Fahrzeugs und des Fahrwegs die Zusicherung erhalten, dass diese zulassungsfähig sind. Dies teilt das Bauunternehmen Max Bögl mit. Die Bescheide des EBA seien das Ergebnis einer effizienten Zusammenarbeit zwischen den Ingenieuren von Max Bögl, den EBA-Mitarbeitern und den vom EBA bestellten Gutachtern.
Leiser und effizienter als der Transrapid
Das TSB ist mit einer Geschwindigkeit von 150 Stundenkilometern zwar langsamer, dafür aber erheblich energieeffizienter als der gescheiterte Transrapid unterwegs. Damit liegt der Einsatz-Schwerpunkt eher im Nahverkehrs-Bereich. Es ist deutlich leiser als der Transrapid und die Kosten eines Streckenkilometers bewegen sich beim Bau mit rund 50 Millionen Euro im Bereich von Stadtbahnen. Das TSB ist fahrerlos und rein elektrisch unterwegs.
Das Bauunternehmen werde die Zusammenarbeit mit den Gutachtern und dem EBA fortsetzen, um beispielsweise auch für die Betriebsleittechnik die Zusicherung der Zulassungsfähigkeit zu erhalten. Als nächster Schritt würde dann die Betriebsgenehmigung für eine erste Anwendungsstrecke in Deutschland folgen.
Schnelle Realisierung möglich
Aufgrund der kurzen Bauzeit und des hohen Vorfertigungsgrads der Systembestandteile wäre nach Vorliegen der Baugenehmigung eine Realisierung und Inbetriebnahme des TSB in weniger als zwei Jahren möglich, teilt Max Bögl mit.
Anfang des Jahres hatte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eine Machbarkeitsstudie für eine Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum dortigen Flughafen vergeben. Im chinesischen Chengdu wird demnächst eine 3,5 Kilometer lange Teststrecke eröffnet. (wa)



