Das marode Atommüllendlager im niedersächsischen Remlingen

Das marode Atommüllendlager im niedersächsischen Remlingen

Bild: © Sebastian Gollnow/dpa

Das Atommülllager Asse hat den Steuerzahler bis Ende vergangenen Jahres bereits 1,5 Mrd. Euro gekostet. Das berichtet die «Braunschweiger Zeitung» am Donnerstag unter Berufung auf den Betreiber, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). In der Asse in Remlingen bei Wolfenbüttel lagern seit Jahrzehnten 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Weil Wasser in das marode Bergwerk eindringt, gibt es den gesetzlichen Auftrag, die" Asse II" stillzulegen. Die Abfälle sollen zurückgeholt werden, wenn das radiologisch und sicherheitstechnisch möglich ist. Dafür ist der Bau eines Förderschachts geplant.

Unter Berufung auf eine parlamentarische Anfrage des Bundestagsabgeordneten Victor Perli (Linke) berichtet das Blatt, seit 2009 hätten sich die Personalkosten für die Asse verdreifacht. Die Ausgaben für die Stabilisierung des Bergwerks betrugen bisher rund 174 Mio. Euro, sind aber seit 2016 deutlich rückläufig. Zuletzt hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Februar bei einem Besuch der Anlage betont, die geplante Rückholung der Fässer aus dem maroden Lager werde ein Zusammenspiel von Sicherheit und Schnelligkeit. Dort lagerte der Bund ab 1967 Atommüll ein; seit 2009 steht es unter Atomrecht und damit verschärften Sicherheitsauflagen.(dpa/ls)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper