Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Bild: © Boris Trenkel

Das Bundesverkehrsministerium prüft Gesetzesgrundlagen für die Einführung übergreifender Mobilitäts-Apps. Mit einer solchen App sollen Verbraucher beispielsweise Bahntickets kaufen können, Mietwagen buchen oder Fahrräder leihen, erklärte Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, am Mittwoch im ARD-"Mittagsmagazin". Verkehrsunternehmen sollten der Idee zufolge ihre Daten teilen, "wenn es einen Nutzen für den Verbraucher hat".

Damit solche Apps angeboten werden können, müssten die Anbieter stärker zur Zusammenarbeit verpflichtet werden. In Ländern wie Finnland sei dieser Datenaustausch bereits per Gesetz vorgeschrieben. "Wir überlegen, ob wir eine ähnliche gesetzliche Verpflichtung schaffen, wie es in Finnland der Fall ist", sagte Bilger.

Bereits regionale Modellprojekte

Zwar gebe es bereits regionale Modellprojekte, es fehle aber noch der Durchbruch. Busunternehmen müssten ihre Takte und Verspätungen, Carsharing-Anbieter ihre Standorte und Preise teilen. Bis 2021 sei zunächst das Ziel, flächendeckend schnelles Internet anzubieten, dass Apps überall genutzt werden können. (dpa/hil)

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