In Münster herrscht Zufriedenheit, zumindest was den öffentlichen Nahverkehr betrifft. Nur etwas flotter könnte die Busflotte unterwegs sein.

In Münster herrscht Zufriedenheit, zumindest was den öffentlichen Nahverkehr betrifft. Nur etwas flotter könnte die Busflotte unterwegs sein.

Bild: © Stadtwerke Münster

Im Tarifstreit um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im ÖPNV erhöht Verdi den Druck. Für den kommenden Dienstag hat die Gewerkschaft einen bundesweiten Warnstreik angekündigt. Zuvor hatten sich die kommunalen Arbeitgeber geweigert, Verhandlungen über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag aufzunehmen.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) reagierte empört auf die Streikandrohung. Es handele sich dabei um einen „Anschlag auf die Allgemeinheit und die Wirtschaftlichkeit der kommunalen Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs“, sagt VKA-Hauptgeschäftsführer Niklas Benrath. Es sei unverantwortlich, gerade in dieser krisengeplagten Zeit das gesamte Land mit einer Streikwelle zu überziehen. Der ÖPNV leide ohnehin schon an eingebrochenen Fahrgastzahlen und Einnahmen.

VKA: Streik schadet ÖPNV-Unternehmen massiv

Der von Verdi angezettelte Machtkampf ziele auf Einschränkungen bei der Mobilität der Bürgerinnen und Bürger ab und verursache einen massiven Schaden bei den betroffenen Unternehmen, so Benrath weiter. „Das ist vollkommen unverhältnismäßig. Daher fordere ich die Gewerkschaft Verdi auf, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den öffentlichen Nahverkehr als wichtigen Pfeiler für mehr Klimaschutz nicht zu beschädigen.“

Auch Verdi betonte in einer Stellungnahme, dass sich der ÖPNV bundesweit in einer schwierigen Situation befinde. Allerdings seien nach 20 Jahren Sparkurs auf dem Rücken der Beschäftigten die Grenzen der Belastbarkeit erreicht, so die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. „Dass die Arbeitgeber nicht einmal zu einer Verhandlung bereit sind, verhöhnt die Beschäftigten und torpediert jede Bemühung, eine Verkehrswende zu erreichen. Uns bleibt daher nur der Warnstreik, um ein deutliches Signal zu senden, wie ernst die Lage ist.“

Verdi: Gute Arbeitsbedingungen nutzen auch den Fahrgästen

Verdi bedauere die Einschränkungen für die Fahrgäste sehr, so die Gewerkschafterin. Ein guter Tarifvertrag käme allerdings sowohl den Beschäftigten als auch den Fahrgästen zu Gute. (amo)

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