Der Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann ist neuer Innovationsbeauftragter "Grüner Wasserstoff" bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Es werde seine Aufgabe sein, bei diesem wichtigen Zukunftsthema eine Brücke zwischen Forschung und Innovation auf der einen und Politik, Gesellschaft und Unternehmen auf der anderen Seite zu schlagen, erläuterte Ministerin Anja Karliczek (CDU).
Kaufmann ist 50 Jahre alt und Rechtsanwalt. 2009 wurde der Stuttgarter erstmals in den Bundestag gewählt. Er ist Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss.
Kaufmann: "Jahrhundertchance" für Deutschland
Er kündigte bei seiner Vorstellung an, insbesondere die anwendungsbezogene Forschung in den Blick nehmen zu wollen, die ihm von jeher am Herzen liege. Beim "grünen Wasserstoff" handele es sich um eine "Jahrhundertchance" für Deutschland und die heimische Wirtschaft, die es nun zügig zu nutzen gelte. "Das Thema Innovation ist schon lange zentraler Teil meiner politischen Arbeit. Mit Blick auf die anstehende deutsche EU-Ratspräsidentschaft möchte ich mich dafür einsetzen, dass wir auch Europa beim Grünen Wasserstoff gemeinsam stark machen", kündigte er an. Wichtig sei es nun, schnell eine Investitionsfreundlichkeit für grünen Wasserstoff zu schaffen sowie das Ordnungsrecht anzupassen.
Ideenwettbewerb gestartet
Karliczek bekräftigte erneut, dass Deutschland eine "Aufbruchsstimmung" und ein klares Signal für Innovatoren und Investoren brauche. "Deutschland will Leitanbieter und Leitmarkt für Grüne Wasserstofftechnologien werden." Es sei Kaufmanns Aufgabe "Dreh- und Angelpunkt für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik" zu sein. "Er wird dafür sorgen, dass aus ambitionierten Zielen zupackende Taten folgen. Die Forschung ist als Ideengeber für eine innovative Wasserstoffwirtschaft unentbehrlich. Damit aus den guten Ideen aber auch erfolgreiche Innovationen werden, muss der Sprung in die Praxis gelingen."
Der soll nun auch mithilfe des neu aufgelegten Ideenwettbewerbs "Wasserstoffrepublik Deutschland" gelingen. Voraussichtlich rund 600 Millionen Euro will das Haus von Karliczek dafür bereitstellen. Innovatoren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen Ideen für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft einreichen. „Im Fokus stehen Forschung und Innovation für Durchbrüche bei der Wasserelektrolyse im Industriemaßstab und für Transportlösungen zum Grünen Wasserstoff“, erläuterte die Ministerin. (amo)
