"Wir werden in wesentlich kürzeren Abständen Planungen überarbeiten, überprüfen und adaptieren müssen", sagt Jörg Steinbach, brandenburgischer Wirtschafts- und Energieminister, im Hinblick auf die Energiepolitik und die Energiestrategie.

"Wir werden in wesentlich kürzeren Abständen Planungen überarbeiten, überprüfen und adaptieren müssen", sagt Jörg Steinbach, brandenburgischer Wirtschafts- und Energieminister, im Hinblick auf die Energiepolitik und die Energiestrategie.

Bild: © Krisitin Baumert

Nach einer Bundesratsinitiative Brandenburgs soll der Bund Standort-Kriterien zur Produktion grünen Wasserstoffs überarbeiten. Die Länderkammer hat der Initiative zur Stärkung der regionalen Wasserstoffwirtschaft zugestimmt. Damit wird der Bund aufgefordert, die Vorgaben zur geografischen Nähe von Anlagen zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien und den Anlagen zur Wasserstoff-Erzeugung zu überarbeiten. Ziel ist es, bei einer steigenden Produktion von Wasserstoff, Engpässe im Stromnetz zu vermeiden. 

Die Anlage, die den Strom für die Wasserstoff-Produktion bereitstellt, soll künftig in einer bestimmten maximalen Entfernung vom Elektrolyseur liegen. Bislang gibt es laut Ministerium in der Bundesimmissionsschutzverordnung lediglich die Vorgabe, dass sie sich beide in Deutschland befinden müssen. 

Netze nicht überlasten

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) erläuterte: «Derzeit ist es möglich, dass ein Elektrolyseur in Bayern oder Baden-Württemberg seinen Strom von Windparks an der Ostsee oder Nordsee beziehen kann, wodurch der Strom physisch mehrere hundert Kilometer transportiert werden müsste. Dafür haben wir aber derzeit nicht das erforderliche Stromnetz in Deutschland.» Das Übertragungsnetz würde so immer stärker belastet, und die Kosten stiegen – am Ende auch für den Verbraucher. Die Bundesratsinitiative Brandenburgs ist mit dem Berliner Senat abgestimmt. Auch Mecklenburg-Vorpommern trägt den Antrag mit.

Der Bundesrat machte am Freitag zudem den Weg für den Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes frei. Vorgesehen sind insgesamt 9700 Kilometer an Leitungen. (dpa/amo)

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