Mit dem Beschluss will die Bundesregierung das Klima schützen.

Mit dem Beschluss will die Bundesregierung das Klima schützen.

Bild: © Thomas/AdobeStock

Für mehr als jeden vierten Deutschen (26 Prozent) gehört der Klimawandel inzwischen zu den besorgniserregendsten Themen im eigenen Land. Das ergab die Langzeitstudie „What worries the World“ des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos, die monatlich in 28 Ländern durchgeführt wird. Lediglich in Kanada würden noch mehr Menschen (29 Prozent) die Folgen des Klimawandels fürchten.

In Deutschland liegen Themen wir Armut und soziale Ungleichheit (47 Prozent ), Einwanderung (34 Prozent) sowie Kriminalität und Gewalt (30 Prozent) noch davor, doch der Langzeittrend der Studie zeigt, dass sich innerhalb von nur zwei Jahren der Anteil derer, die den Klimawandel als besonders besorgniserregend einstufen, schlagartig verdoppelt hat (13 Prozent in 2017 vs. 26 Prozent in 2019).

72 Prozent für Anreize statt Verbote

Währendessen sprechen sich 72 Prozent der Umfrageteilnehmer des "ARD-Deutschlandtrends" beim Klimaschutz eher für Anreize statt für Verbote aus. 15 Prozent wollten dagegen klimaschädliches Verhalten ahnden. 

Besonders stark befürworteten Anhänger von SPD (80 Prozent), FDP (78 Prozent) und der Union (77 Prozent) das Anreiz-Modell. Bei den Linken sprachen sich 72 Prozent dafür aus. Am wenigsten Zustimmung für die Förderungen gab es bei den Grünen (65 Prozent) und der AfD (61 Prozent) - Anhänger beider Parteien befürworteten eher Verbote (Grüne 23 Prozent, AfD 15 Prozent)

Mehrheit würde monatlichen Beitrag spenden

Eine Mehrheit der Umfrageteilnehmer erklärte sich bereit, den Umwelt- und Klimaschutz auch finanziell zu unterstützen. Die meisten Wahlberechtigten wären mit einer monatlichen Spende von 1 bis 25 Euro (21 Prozent) oder 26 bis 50 Euro (20 Prozent) einverstanden. Nur 21 Prozent wollte keinen monatlichen Beitrag dafür aufwenden.

Eine überwältigende Mehrheit (97 Prozent) befürwortete die Förderung von Innovationen und Forschung. 92 Prozent sprachen sich für den Ausbau erneuerbarer Energien aus. (pm/dpa)

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