Neuer Präsident des europäischen Stadtwerkeverbandes CEDEC: Andreas Feicht.

Neuer Präsident des europäischen Stadtwerkeverbandes CEDEC: Andreas Feicht.

Bild: © WSW

Der seit Anfang Februar amtierende Energie-Staatssekretär Andres Feicht will den weiteren Ausbau der Erneuerbaren mit den Fortschritten des Stromnetzausbaus verknüpfen und auch die Themen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Gasinfrastruktur in den Fokus rücken. "Mir ist wichtig, dass wir bei der Energiewende die einzelnen Elemente konsistent miteinander verknüpfen, dass wir ein konsistentes Ganzes haben", sagte Feicht auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und dem hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Freitag in Wiesbaden.

"Wir haben keine Stromwende, sondern eine ganze Energiewende", erklärte der bisherige Vorstandschef der WSW Energie & Wasser AG weiter. Für die Versorgungssicherheit seien vor dem Hintergrund des Ausstiegs aus der Atomenergie sowie der Kohleverstromung neue Gaskraftwerke vor allem im Süden Deutschlands notwendig.

Erneuerbare an Fortschritt bei Netzausbau koppeln

In den kommenden Wochen werde im Ministerium ein Arbeitsprogramm entwickelt, wie die Ergebnisse der Kohlekommission umzusetzen sind, kündigte der 47-Jährige langjährige Stadtwerke-Manager an, der künftig für beide Energieabteilungen im Bundeswirtschaftsministerium zuständig ist. Der Ausbau der erneuerbaren Energien solle in Zukunft deutlich stärker mit den Fortschritten beim Stromnetzausbau synchronisiert werden.

"Wir werden in den Ausbaupfaden der Erneuerbaren genau beobachten, ob die notwendigen Netze auch vorhanden sind", sagte Feicht. Dazu werde es ein permanentes Controlling geben, mit dem bei Bedarf auch zügig nachjustiert werden könne. (hil)  

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