Ein Fernwärmenetz verfügt über viele Freiheitsgrade: Angeschlossen werden können Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, "erneuerbare Wärme" als auch die industrielle Abwärme.

Ein Fernwärmenetz verfügt über viele Freiheitsgrade: Angeschlossen werden können Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, "erneuerbare Wärme" als auch die industrielle Abwärme.

Bild: © ESWE

Die Wirkung ist verheerend – mit diesen Worten kommentiert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) einen ersten Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). "Der geplante Methodenwechsel bei der Ermittlung des Primärenergiefaktors von Fernwärme aus KWK-Anlagen gefährdet die Wärmewende in Städten und Ballungsgebieten", so der Verband. Die vorgesehene Umstellung auf die Carnot-Methode würde dazu führen, dass die energetischen Anforderungen für fernwärmeversorgte Neubauten verschärft würden. Und durch die Hintertür wäre auch der Gebäudebestand betroffen. "Damit wäre die kommunale Fernwärme mit einem Schlag nicht mehr attraktiv für Gebäudeeigentümer", beurteilt der VKU die Situation.

Dabei seien Wärmenetze die einzige Möglichkeit, die Wärmewende in den Ballungsgebieten voranzubringen. Sie integrieren perspektivisch eine Vielzahl klimafreundlicher Wärmequellen in die Wärmeversorgung der Städte, von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen über erneuerbare Wärme bis hin zur industriellen Abwärme. Mit diesem Entwurf setze die Bundesregierung "diese Zukunft der Wärmeversorgung aufs Spiel". (al)

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