Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)

Bild: © Hannes P. Albert/dpa

Kurz vor Einsendeschluss an diesem Donnerstag liegen die ersten öffentlichen Stellungnahmen aus der Energiebranche zum Referentenentwurf des Gebäudeenergiegesetzes vor. Und die Reaktionen fallen bislang gemischt aus.

Der Erneuerbaren-Verband BEE hält die Vorgabe, von 2024 nur noch neue Heizungen mit einem Nutzungsanteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien zuzulassen, für sich genommen einen "Meilenstein", der der Wärmewende den "entscheidenden Schub" verleihen könnte.

"Das lehnen wir in aller Deutlichkeit ab"

Jedoch fordert er, dass die Reform mit einer schrittweisen Verschärfung der Austauschpflicht für 30 Jahre alte Heizungen einhergehen müsse. "Ansonsten bleiben die Sektorziele unerreichbar".

Kritisch sieht der BEE weiterhin, dass Gaskessel unabhängig vom eingesetzten Brennstoff anerkannt werden sollen, sofern sie technisch in der Lage sind, Wasserstoff zu verarbeiten. "Das lehnen wir in aller Deutlichkeit ab", heißt es. "Was zählt, ist der tatsächlich genutzte Brennstoff und nicht der, den man irgendwann zu nutzen gedenkt. Daran kann auch ein vorliegender Transformationsplan nichts ändern."

Verbindung von Strom- und Wärmewende

Öffentlich Stellung bezogen hat des Weiteren der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung, der Hersteller, Betreiber und Planer von KWK-Anlagen vertritt. Er fordert unter anderem eine Gleichbehandlung der Nutzwärme von KWK-Anlagen in Bezug auf Erneuerbaren-Wärme mit dem Einsatz von Heizkesseln. Demnach stelle KWK-Nutzwärme "die effizienteste Nutzung von Brennstoffen" dar und verbinde Strom- und Wärmewende. (aba)

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