Dezentrale und CO2-freie Produktion von Wasserstoff - das ist das Ziel der Wintershall Dea-Tochter Technology Ventures.

Dezentrale und CO2-freie Produktion von Wasserstoff - das ist das Ziel der Wintershall Dea-Tochter Technology Ventures.

Bild: © Wintershall Dea

Das Bundeswirtschaftsministerium hat für ein neues Instrument zur Förderung von grünem Wasserstoff 900 Millionen Euro freigegeben. Das teilte das Ministerium am Donnerstag in Berlin mit. Konkret geht es um die Stiftung H2Global, mit der in den kommenden Jahren ein funktionierender internationaler Markt für grünen Wasserstoff aufgebaut werden soll.

Die ersten Abnahmeverträge im Rahmen von H2Global sollen bereits im Jahr 2022 geschlossen werden, wie es hieß. Die ersten Lieferungen nachhaltiger Energieträger auf Wasserstoffbasis nach Deutschland und Europa seien für das Jahr 2024 geplant.

Kurzfristige Auktionen

Bei H2Global werden laut Ministerium über ein wettbewerbliches Verfahren Wasserstoff oder Wasserstoffderivate im nicht-europäischen Ausland zum geringstmöglichen Preis mit 10-Jahres-Verträgen eingekauft. Abgewickelt werden die Verträge über eine Tochter der H2Global-Stiftung, die von der Wirtschaft privatrechtlich organisiert ist. Danach werden die Produkte mit kurzfristigen Auktionen zum höchstmöglichen Preis an deutsche und europäische Unternehmen weiterverkauft, die damit ihre Prozesse, Dienstleistungen und Produkte dekarbonisieren können.

Sogenannter grüner Wasserstoff, der mit erneuerbarer Energie gewonnen wird, gilt als einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. Er kann als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr die Nutzung von Kohle, Öl und Erdgas abzulösen. (dpa/amo)

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