Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat die "nationale Wasserstoffstrategie" in die Ressortabstimmung gegeben. Die Strategie, die der ZfK vorliegt, beinhaltet einen Katalog von 31 Maßnahmen, der die Bereiche Energieerzeugung, Industrie, Verkehr und Wärme umfasst.
Die Erzeugung von CO2-freiem Wasserstoff will das BMWi durch eine "faire Ausgestaltung der staatlich induzierten Preisbestandteile" stärken, heißt es in der Strategie. Damit könnte die Befreiung von der EEG-Umlage oder den Netzentgelten gemeint sein.
"Quote für EE im Verkehr"
Im Mobilitätsbereich will man Anreize für Wasserstoff durch eine "ambitionierte Quote für erneuerbare Energien im Verkehr" schaffen. Außerdem soll bei der Produktion von Kraftstoffen eingesetzter Wasserstoff auf die Treibhausgasminderungsquote angerechnet werden können.
Auch für die Industrie sieht die Strategie enorme Förderungen vor. Geplant ist außerdem, die bestehende Gasinfrastruktur für Wasserstoff zu nutzen, aber perspektivisch auch "Netze zum ausschließlichen Transport von Wasserstoff" zu schaffen.
"Nationaler Wasserstoffrat" soll gegründet werden
Die Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie soll von einem "Nationalen Wasserstoffrat" begleitet werden, bestehend aus Mitgliedern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.
Ingrid Nestle, energiepolitische Sprecherin der Grünen kritisiert: "Beim Verbrauch des wertvollen Stoffes setzt die Bundesregierung keine
Prioritäten, sondern nennt einfach alle technisch geeigneten Bereiche. Für alle wird der Wasserstoff aber nicht reichen." Erst Recht nicht vor dem Hintergrund des schleppenden Ausbaus der Erneuerbaren. "Genauso wenig Orientierung bietet sie hinsichtlich der Transportfrage, wo reine Wasserstoffnetze genauso erwähnt werden wie die Beimischung von Wasserstoff in Erdgasnetzen. Etwas mehr Strategie hätte man von diesem
mehrmals verschobenen Papier schon erwarten dürfen." (pm)



