Klimadebatte und Mehrwertsteuersenkung haben auch in Ulm die Anschaffung von PV-Anlagen vorangetrieben. (Symbolbild)

Klimadebatte und Mehrwertsteuersenkung haben auch in Ulm die Anschaffung von PV-Anlagen vorangetrieben. (Symbolbild)

Bild: © Patrick Pleul/dpa

"Das ist eine gute Nachricht, um den Ausbau erneuerbarer Energien im Land weiter kraftvoll voranzutreiben und so die schädlichen Treibhausgasemissionen zu senken. Die erste Förderrunde war ein voller Erfolg", teilte Umweltminister Franz Untersteller am Montag in einer Presseeklärung  mit.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Finanzausschusses im Landtag könne das Umweltministerium für die Jahre 2021 und 2022 weitere zehn Millionen Euro einplanen. Das Geld stamme aus dem Maßnahmenpaket "Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise" des zweiten Nachtragshaushalts 2020/21.

Neuauflage des Förderprogramms startet am 1. März 2021

Mit dem Maßnahmenpaket werden unter anderem innovative und klimafreundliche Technologien gefördert, um die wirtschaftlichen Einbrüche durch die Corona-Pandemie abzufedern und die heimische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Die Neuauflage des Förderprogramms soll am 1. März 2021 starten und spätestens am 31. Dezember 2022 enden.

"Mit der Neuauflage des Förderprogramms werden erhebliche Investitionen von rund 100 Millionen Euro ausgelöst", betonte Minister Untersteller. Neben Verbrauchern würden auch Unternehmen aus verschiedenen Branchen (Photovoltaik, Speicher, Elektrotechnik, Energieberater) und heimische Gewerke (Elektroinstallateure, Dachdecker, Gerüstbauer usw.) profitieren.

Bonus für den Einbau von Ladepunkten

Das Förderprogramm fördert Batteriespeicher ausschließlich in Verbindung mit Photovoltaikanlagen, die neu errichtet werden. Zudem ist ein Bonus für diejenigen vorgesehen, die zusätzlich Ladepunkte für Elektro-Fahrzeuge einbauen. "Damit erzeugen wir mehr regenerativen Strom und drängen so den Verbrauch fossiler Energieträger weiter zurück", betonte Untersteller.

Außerdem unterstützen wir auch die Mobilitätswende und den Ressourcenverbrauch, da durch den Batteriespeicher der erneuerbare Strom zwischengespeichert und zeitlich versetzt genutzt werden könne. Untersteller sagte: "Das ist sehr wichtig, um erneuerbare Ressourcen künftig effizienter einsetzen zu können."

Bisher rund 4000 Vorhaben gefördert

Das Umweltministerium hat mit dem Förderprogramm "Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher" zwischen März 2018 und Juli 2019 bereits Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaik-Anlage gefördert. Gewährt wurde ein Investitionszuschuss sowie ein Bonus für die Errichtung eines netzdienlichen, lastmanagementfähigen Elektrofahrzeugladepunkts.

Mit Fördermitteln von rund zehn Millionen Euro wurden rund 4000 Vorhaben gefördert, ein Zubau an PV-Leistung von etwa 50 Megawatt Peak sowie ein Zubau an Speicherkapazität von etwa 31,5 MWh erreicht und insgesamt rund 120 Millionen Euro Gesamtinvestitionen angestoßen, teilte das Umweltministerium mit. (hcn)

Weitere Informationen auch zur Antragsstellung sind von Ende Februar 2021 an hier verfügbar

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