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Bild: © CSschmuck/AdobeStock

Mehrere Telekommunikationsnternehmen haben sich über ihre Branchenverbände in einem Brandbrief an Digitalminister Volker Wissing (FDP) gewandt und vor den Folgen eines unkoordinierten Glasfaserausbaus in Deutschland gewarnt. In dem Schreiben, welches der ZfK vorliegt, werfen die Verbände Anga, Breko, Buglas und VATM sowie der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) der Telekom vor, durch "strategische Manöver" den Glasfaserausbau auszubremsen. Dies gefährde die Breitband-Ausbauziele der Bundesregierung.

Der Überbau oder die Ankündigung dessen durch die Telekom betreffe nach derzeitigem Stand der Untersuchungen "mehr als die Hälfte der Postleitzahlen-Regionen Deutschlands".

Die Verbände kritisieren, die Telekom mache vorhandenen Glasfasernetzen von Wettbewerbsunternehmen mit eigenen Leitungen Konkurrenz oder verunsichere mit Ausbauankündigungen Anwohner. Betroffen vom Vorgehen der Telekom seien auch Netze von Telekom-Konkurrenten, die seit geraumer Zeit in Planung seien. Mit dem Vorgehen zerstöre die Telekom Geschäftspläne der ausbauenden Unternehmen und vereitele deren Ausbauaktivitäten, heißt es in dem Brief. Sie fordern Bundesminister Wissing auf, den Überbau einzudämmen. 

Höllen weist Anschuldigungen zurück

Telekom-Manager Thilo Höllen, der für die Breitbandkooperationen des Konzerns zuständig ist, bezog bereits zu verschiedenen Gelegenheiten Stellung, u.a. auch gegenüber der ZfK (mehr dazu lesen Sie hier). So habe im Jahr 2022 der Überbau bei der Telekom bei unter einem Prozent gelegen, äußerte sich Höllen in einem Gastbeitrag im "Tagesspiegel Background".

Bundesministerium reagiert bereits

Das Bundesdigitalministerium hat bereits reagiert. Laut einem Sprecher hat es das Beratungsunternehmen WIK-Consult aus Bad Honnef beauftragt, den umstrittenen Doppelbau unter die Lupe zu nehmen. Dabei sollen konkrete Überbau-Beispiele untersucht und eingeordnet werden. Die Ergebnisse würden voraussichtlich Mitte Mai mit dem Ministerium und den Beteiligten, darunter Vertreter der Branche, der Bundesnetzagentur sowie der öffentlichen Hand, bei einem gemeinsamen Termin präsentiert und diskutiert. (dpa/gun)

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