Rheinland-Pfalz und das Saarland klagen nicht gegen das AKW Cattenom - trotz enormer Sicherheitsrisiken. Eine Klage hätte im französischen Rechtsystem zu wenig Erfolgschancen.

Rheinland-Pfalz und das Saarland klagen nicht gegen das AKW Cattenom - trotz enormer Sicherheitsrisiken. Eine Klage hätte im französischen Rechtsystem zu wenig Erfolgschancen.

Bild: © epa Karaba/EPA_FILE/dpa

In der Debatte um Atomanlagen in Frankreich wünscht sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans ein Enddatum für das grenznahe Kernkraftwerk Cattenom. "Bei Fessenheim geht es ja auch, warum soll es nicht bei Cattenom gehen?", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Paris nach einem Treffen mit dem französischen Premierminister Édouard Philippe.

Hans schränkte gleichzeitig ein, man dürfe nicht zu viele Hoffnungen schüren, denn in Frankreich werde das Thema völlig anders gesehen. Staatschef Emmanuel Macron hatte erst am Dienstag versichert, dass das umstrittene Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass im Sommer 2020 endgültig geschlossen werden soll. Bis 2035 sollen zusätzlich zwölf Atomreaktoren an anderen Standorten abgeschaltet werden. Zu Cattenom äußerte sich Macron aber nicht explizit. Das Kraftwerk war 1986 ans Netz gegangen und gilt als sehr störanfällig. (dpa/al)

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