Der Vertrag ist unterschrieben (von links): Winfried Rasbach (Thüga), Gregor Gülpen (SVS) und OB Jürgen Roth.

Der Vertrag ist unterschrieben (von links): Winfried Rasbach (Thüga), Gregor Gülpen (SVS) und OB Jürgen Roth.

Bild: SVS

Eigentlich hatte Gregor Gülpen angekündigt, seinen Posten als Geschäftsführer der Stadtwerke Villingen-Schwenningen (SVS) zum Jahresende zu verlassen. Nun erklärte die Stadt, man habe sich auf eine Vertragsverlängerung geeinigt.

"Unsere Zusammenarbeit war und ist stets von gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung geprägt,", erklärte der Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende der SVS Jürgen Rot. Daher habe man sich auch weiter um eine Lösung bemüht.

Anfang des Jahres hieß es, dass der Geschäftsführer seinen Vertrag nicht über das Jahr 2024 verlängern und somit nach drei Jahren an der Spitze das Unternehmen verlassen würde.

Gülpen erklärte damals, ihm sei diese Entscheidung schwergefallen, aber er wolle näher bei seiner Familie im Norden wohnen.

Balance gefunden

Beide Seiten hätten die vergangenen Wochen intensiv genutzt, um nach einer Lösung für eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit zu suchen. "Jetzt haben wir eine Balance zwischen Beruflichem und Privatem gefunden, die für alle Seiten passt", erklärte Gülpen gegenüber der ZfK.

"Jürgen Roth und Winfried Rasbach von der Thüga haben sich sehr um mich und um eine Verlängerung des Vertrages bemüht. Überzeugungsarbeit mussten sie dabei nicht leisten, denn ich habe immer betont, wie schwer mir der Abschied fallen würde und wie gerne ich Geschäftsführer des SVS-Konzerns bin", so Gülpen.

Die Führung des Unternehmens mit 260 Mitarbeitenden sei für ihn auch wegen der aktuellen Projekte sehr spannend. Unter anderem bauen die SVS einen Eisspeicher, bohren für die Geothermie 60 Löcher und errichten 30 Hektar PV.

Verlängerung um drei Jahre

Der Geschäftsführer hat seinen Vertrag nun um drei Jahre verlängert. Diese Kontinutiät sei von beiden Seiten sehr gewünscht worden.

"Wir freuen uns für Herrn Gülpen, dass sich die familiäre Situation zum einen entspannt hat und zum anderen sind wir sehr froh darüber, dass wir einen Weg der weiteren Zusammenarbeit gefunden haben und damit gerade jetzt mit den vielen laufenden Projekten für Kontinuität an der Spitze der SVS sorgen", sagte Roth.

Gülpen war Anfang 2022 aus dem schleswig-holsteinischen Itzehoe an die Spitze des Kommunalversorgers in Villingen-Schwenningen gewechselt. Der ursprünglich aus dem Raum Köln stammende Energiemanager ist seit über 20 Jahren in der Energiewirtschaft tätig. (pfa)


Ein Interview mit Gregor Gülpen zur Strategie der Stadtwerke in der Energiekrise finden Sie hier.

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