Die Pandemie bedeutet auch für Versorgungsunternehmen deutliche Einschnitte ins Tagesgeschäft.

Die Pandemie bedeutet auch für Versorgungsunternehmen deutliche Einschnitte ins Tagesgeschäft.

Bild: © Romolo Tavani/AdobeStock

Aufgrund der rasant ansteigenden Zahl von Omikron-Ansteckungen empfiehlt der BSKI, eigene Pandemie-Manager einzustellen.Ein Pandemie-Manager könne helfen, Störungen wichtiger Abläufe durch viele fehlende Beschäftigte bei Erkrankung, Isolation oder Quarantäne zu mildern, betont der auf kritische Infrastrukturen spezialisierte Verband.

„Ein Pandemie-Manager muss Pläne, Ausbildungsvorhaben und Übungen erarbeiten und immer wieder überprüfen, ob die theoretischen Konzepte in der Praxis stimmig sind“, erklärte Hans-Walter Borries, Vizechef des BSKI. Aber auch Firmen, die nicht zum Kernbereich besonders sicherheits- oder versorgungsrelevanter Sektoren wie Gesundheit, Energie, Bildung, Verkehr oder Ernährung gehören, sollten die jüngste Virusmutation nicht auf die leichte Schulter nehmen. 

BSKI rechnet mit Personalengpässen

Deutschland sei zwar gut auf den Ernstfall vorbereitet, man rechne aber dennoch mit Personalengpässen, sagt BSKI-Vorsitzender Holger Berens. „Viele Mitarbeiter können eben nicht ins Home Office, sie müssen in die Klinik, ins Wasserwerk an die Turbine oder an die Schaltschränke im Umspannwerk“, so Berens. Gerade große Unternehmen hätten aber ausgebildete Krisenmanager und Pandemiepläne, mit einem flächendeckenden Blackout oder tagelangen kalten Heizungen sei also nicht zu rechnen. 

Sorge bereiten ihm kleine kommunale Energie- und Wasserversorger mit weniger Personal und Budget als die großen Unternehmen. Breite sich Omikron in einer kleinen Belegschaft eines Stadtwerke-Unternehmens aus, seien spürbare Folgen für die Bevölkerung denkbar. Es könne zeitweise zu Beschränkungen von Strom, Wärme oder Gas kommen. „Hinzu kommt, dass an die Versorger Unternehmen angeschlossen sind, die den Strom zur Produktion brauchen“, sagt Berens. (sg)

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