Das neue Führungsteam der Wilken Software Group (von links): CTO Jörn Struck, CEO Dominik Schwärzel und CFO Oliver Couvigny.

Das neue Führungsteam der Wilken Software Group (von links): CTO Jörn Struck, CEO Dominik Schwärzel und CFO Oliver Couvigny.

Bild: © Wilken GmbH

Nachdem sich die Wilken Software Group vor zwei Jahren im Rahmen des damaligen ProjectOne konsolidiert hatte, wurde jetzt mit ProjectTwo ein umfassender Veränderungsprozess eingeleitet. In dessen Rahmen wurde zum Jahreswechsel auch die Unternehmensführung neu aufgestellt und zum 1. Januar 2021 die folgenden Geschäftsführer der Wilken GmbH berufen: CEO der Gruppe ist Dominik Schwärzel (33), bislang in der Geschäftsführung für Vertrieb und Beratung verantwortlich. CTO wird Jörn Struck (45), der zuvor als Geschäftsführer der Wilken Entire GmbH für die Entwicklung der neuen Softwaregeneration Wilken P/5 verantwortlich war. Die Aufgabe als CFO übernimmt schließlich Oliver Couvigny (51). Er war zuvor bei der Axians Infoma GmbH, einem Anbieter für kommunale Softwarelösungen, lange Jahre als Geschäftsführer tätig. Folkert Wilken wird sich nun wieder ganz auf seine Rolle als Gesellschafter der Wilken Gruppe konzentrieren und deren strategische Weiterentwicklung vorantreiben.

Einen besonderen Dank übermittelte das Unternehme Peter Heinz, der gesundheitsbedingt aus der Geschäftsführung ausgeschieden ist. Er habe seit 1997 die Wilken Unternehmensgruppe sowohl in ihrem Wachstum als auch mit dem erfolgreichen Ausbau des zweitgrößten Standorts in Greven maßgeblich mitgeprägt, heißt es in der Pressemitteilung dazu.

Von ProjectOne zu ProjectTwo

„Im Rahmen unseres ProjectTwo haben wir in den vergangenen Monaten die wesentlichen Strukturen, Abläufe und Arbeitsweisen genau unter die Lupe genommen. Ziel war es, das Unternehmen zum einen in Gänze auf die kommenden Herausforderungen der Digitalisierung auszurichten. Zum anderen ging es darum, die Kundenorientierung in allen Bereichen besser zu verankern", erläutert Dominik Schwärzel die Kernziele des eingeleiteten Veränderungsprozesses.

Die Mitarbeiter, die möglichst oft in das Projekt einbezogen wurden, sollen künftig auch in die Weiterentwicklung des Unternehmens eingebunden werden. So will Wilken seine Attraktivität als Anbieter und Arbeitgeber stärken. Die Umsetzung der erarbeiteten Projektschritte starteten bereits im Dezember 2020 und sollen zu großen Teilen in den ersten beiden Quartalen dieses Jahrs realisiert werden.

Investitionen in Millionenhöhe für Greven

Klares strategisches Ziel der Wilken Software Group bleibe auch in den kommenden Jahren die erfolgreiche Transformation der hauseigenen Produktlinien auf die neue Technologieplattform Wilken P/5: „Damit lösen wir uns endgültig vom starren Korsett der klassischen datenzentrischen Softwarelösungen. Mit P/5 unterstützen wir künftig prozessorientiert alle Abläufe im und über das Unternehmen hinaus. Damit liefern wir unseren Kunden die Basis für die digitale Transformation", fasst der neue CTO Jörn Struck zusammen.

Zugleich teilte die IT-Schmiede mit, dass man mit Investitionen in Millionenhöhe den zweitgrößten Standort der Wilken Software Group in Greven bei Münster in den kommenden Jahren deutlich stärken und ausbauen wolle. So soll sich die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 115 in den nächsten beiden Jahren deutlich steigern.

Aufstockung des Personals

Mittelfristig sei ein Personalstand von mehr als 200 am Standort geplant. „Da die bestehenden Räumlichkeiten dafür nicht ausreichen, sind wir derzeit intensiv auf der Suche nach einem neuen Büro-Objekt in Greven", erläutert Ulrich Ramoser, als Mitglied des Wilken-Managementboards für den Standort Greven verantwortlich, die Planung. Ein absoluter Fokus liegt in den kommenden beiden Jahren auf der Weiterentwicklung der NTS.suite. Die Branchensoftware für die Versorgungswirtschaft basiert auf der Microsoft Business Central-Plattform und wird auf die moderne Entwicklungsumgebung AL umgestellt. Dafür sind insgesamt mehrere tausend Entwicklertage eingeplant.

Parallel zu den Investitionen in Entwicklung und Standort wird auch das Team in Greven strukturell und prozessual neu ausgerichtet. Dazu wurde im Rahmen des „ProjectTwo" ein gruppenübergreifender Veränderungsprozess aufgesetzt, in dessen Rahmen alle wesentlichen Abläufe und Strukturen durchleuchtet und optimiert wurden. Ein besonderer Schwerpunkt lag hierbei auf der Kundenorientierung und der Produktqualität. So werden die Anwender der Branchenlösung NTS.suite nicht mehr nur vom Beratungsteam betreut, sondern erhalten jeweils einen persönlichen Ansprechpartner, der bei Problemstellungen sofort reagieren kann und für eine schnelle Lösung sorgt, teilte die Wilken Software Group mit.

In der weiteren Produktentwicklung steht neben der Umstellung der NTS.suite auf die Microsoft 365 Business Central-Plattform auch der weitere Ausbau der Funktionalität. „Dabei kommen schon heute Zusatzmodule zum Einsatz, die auf Basis der Wilken-eigenen Plattform P/5 entwickelt wurden. Auf diese Weise profitieren auch die Anwender der NTS-suite von der Weiterentwicklung der Branchenlösung P/5 Ener:gy und erhalten somit eine echte Alternative auf Grundlage einer zukunftssicheren, herstellereigenen Softwareplattform P/5", erläutert Dominik Schwärzel, CEO der Wilken Software Group, die Entwicklungsstrategie. (sg)

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