Die KVB beförderte im vergangenem Geschäftsjahr rund 37,5 Millionen Fahrgäste.

Die KVB beförderte im vergangenem Geschäftsjahr rund 37,5 Millionen Fahrgäste.

Bild: © ahphotographics

Die Stadt Köln verzichtet künftig auf Gewinnausschüttungen und setzt eine Kreditlinie für den Stadtwerkekonzern auf, doch dafür müssen sich auch die Stadtwerke Köln strecken. Das wurde am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz der Stadtwerke-Holding klar. "Was wir vermeiden wollten, ist, allein auf die Hilfe der Stadt angewiesen zu sein", sagt Holdinggeschäftsführer und Rheinenergie-CEO Andreas Feicht. "Es ist eine gemeinschaftliche Anstrengung." Der Konzern hat sich verpflichtet, jährlich 30 Millionen Euro mehr zu erwirtschaften zudem soll die Mobilitätstochter KVB zehn Millionen Euro weniger Verluste machen.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat der Konzern, in dem die städtischen Gesellschaften zusammengefasst sind, schon gut vorgelegt und mit 79,2 Millionen Euro das geplante Ergebnis um rund 28,5 Millionen Euro übertroffen. Aus dem Jahresüberschuss werden dieses Mal noch 77,5 Millionen Euro an die Gesellschafterin Stadt Köln ausgeschüttet.

Neuer Vertrag über Finanzierung und Steuerung in Bearbeitung

"Das Ergebnissicherungskonzept wurde vom Stadtrat mehrheitlich beschlossen, es ist ein starkes Zugeständnis und macht Investitionen in die Daseinsvorsorge möglich", erklärt Konzernchef Andreas Feicht. Das Zugeständnis der Stadt an das kommunale Unternehmen hätte schon jetzt die Risikoaufschläge auf Kredite reduziert. "Banken wollen sehen, dass die Gesellschafter hinter ihren Unternehmen stehen", führt Feicht aus. Dieses Verhältnis soll noch durch einen neuen Vertrag mit der Stadt über die Implementierung eines gemeinsamen Finanzierungs- und Steuerungsmechanismus verstärkt werden.

"Die eigentliche Arbeit für uns beginnt allerdings jetzt: Die betrieblichen Anpassungen müssen vorbereitet und umgesetzt werden", sagt der Vorstandsvorsitzende der KVB Marcel Winter. Dafür solle das Angebot allerdings nicht eingeschränkt werden. 2025 hatte die KVB ein Minus von 174,4 Millionen Euro eingefahren.

Feicht erklärt zudem, dass man sich bewusst gegen die Veräußerung von Beteiligungen entschieden hat: "Wenn man etwas verkauft, dann verkauft man ein gewinnbringendes Geschäft", so der CEO, "wir würden also eine Spardose verkaufen und die können wir gebrauchen." Solange es nicht dingend notwendig sei, würden die Stadtwerke Köln daher davon absehen.

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