Die Stadtwerke Bad Salzuflen haben eine Studie in Auftrag gegeben, mit der erkundet werden soll, ob die Sole, die sich im Erdreich unter dem ostwestfälischen Kurort befindet, auch für das Fernwärmenetz genutzt werden kann. Es besteht nach Meinung von Fachleuten die Möglichkeit, dass das bis zu 38 Grad warme, natürliche Salzwasser per Wärmetauscher zur Erhöhung der Temperatur im örtlichen Fernwärmesystem nutzbar gemacht werden könnte.
Die Kosten für das Forschungsprojekt belaufen sich auf 25.000 Euro, die Hälfte wird zudem vom Bund gefördert. Ergebnisse sollen im zweiten Halbjahr vorliegen. Das ist wenig im Vergleich zu den 1,6 Millionen Euro, die die Salzuflener in diesem Jahr in ihr Fernwärmenetz investieren. Der dickste Brocken ist die Generalüberholung des mit Biogas betriebenen Blockheizkraftwerks im Zentrum Lohfeld. Fünf Blockheizkraftwerke besitzt der Kurort, sie haben eine Gesamtleistung von knapp 31 Mio. kW/h.
Marktanteil bei Strom und Gas: 85 Prozent
Insgesamt sind die Stadtwerke in Bad Salzuflen gut aufgestellt. Der Marktanteil bei Strom und Gas im Ort liegt bei rund 85 Prozent. Der Aufsichtsratsvorsitzende sprach angesichts des Stadtwerke-Gewinns im vergangenen Jahr in Höhe von 5,5 Mio. Euro bei einem Umsatz von 80 Mio. Euro davon, dass "nahezu alle sehr hoch gesteckten Ziele" erreicht worden seien, wie die Lippische Landeszeitung berichtet.
Rund acht Millionen Euro wollen die Stadtwerke, die sich im Besiz der Kommune befinden, im laufenden Jahr investieren – unter anderem sollen zu den vorhandenen zehn aktiven Trinkwasserbrunnen zwei weitere hinzu kommen. Trotzdem seien für 2019 keine Preiserhöhungen geplant, sagte der Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende Eduard Böger. Ihren Gewinn führen die Stadtwerke zu 100 Prozent an die Stadt ab, die damit ihr Defizit verringert. Für dieses Jahr kalkulieren die Stadtwerke nach Angaben der Landeszeitung mit einem ähnlich guten Ergebnis. (sig)
