Der badische Energieversorger Badenova treibt die Energiewende voran: Bis 2035 möchte der Versorger ein Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energien installieren. Etwa 300 Megawatt sollen dabei durch Windenergieanlagen in der Region erzeugt werden, was kommunale Unternehmen mitteilt.
Eine wichtige Etappe ist der geplante Windpark bei Linach im Schwarzwald. Er soll zirka 20 Megawatt beitragen. Am 13. Februar haben die Beteiligten den Projektentwicklungsvertrag sowie den Kooperationsvertrag offiziell unterschrieben.
Gemeinsame Projektgesellschaft
Drei Anlagen sollen dabei auf der Linacher Höhe bei Furtwangen im Schwarzwald errichtet werden. Für Badenova ist klar: Der Ausbau von Windenergie ist zwingend notwendig, um die Umsetzung der Energiewende voranzutreiben.
Wie partnerschaftlich das gelingen kann, zeige das Windprojekt in Linach. "Für uns stellt dieser Windpark bereits heute schon eine Besonderheit dar", sagt Michael Klein als Geschäftsführer bei badenovaWÄRMEPLUS. "Für das Projekt Linach haben wir bereits innerhalb der Projektentwicklung eine gemeinsame Gesellschaft mit drei unterschiedlichen Partnern gegründet."
15 Mio. kWh im Jahr
Die lokalen Projektinitiatoren (11 Bürger aus dem Oberen Bregtal), Badenova aus Freiburg sowie KWA Contracting aus Stuttgart seien allesamt erfahrene Akteure im Bereich der erneuerbaren Energien. Dabei soll die Zusammenarbeit über die Entwicklung und Realisierung hinaus den langfristigen Betrieb durch regionale Firmen sichern.
Geplant sind demnach drei Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von bis zu 190 Metern, die jeweils eine Leistung von zirka sieben Megawatt bieten. Pro Jahr produziert somit jede einzelne Anlage 15 Millionen Kilowattstunden. Die drei Windräder versorgen damit bilanziell 30.000 Personen jedes Jahr mit grünem Strom aus dem Schwarzwald.
Kommunen können sich beteiligen
Laut Projektbeteiligten ist der Baubeginn für den Windpark Linach ab 2026 vorgesehen. Wenn der Zeitplan eingehalten wird, sollen sich die Windräder ab 2027 drehen.
Wie bei den bisherigen Badenova-Windenenergieanlagen besteht für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich am Windpark zu beteiligen. Das könne beispielsweise über Beteiligungsgesellschaften oder Nachrangdarlehen erfolgen. Auch eine Beteiligung am wirtschaftlichen Ergebnis des Windparks für die umgebenden Kommunen sei denkbar. (jk)
