"Die Missbrauchsverbote für die Preisbremsen sind ausreichend und zielführend", erklärte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.

"Die Missbrauchsverbote für die Preisbremsen sind ausreichend und zielführend", erklärte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.

Bild: © Wolfilser/Adobestock

In der Gas-Grundversorgung (GV) sinkt der Arbeitspreis von aktuell 18,74 Cent je Kilowattstunde (kWh) ab dem ersten Dezember auf 12,89 Cent/kWh. Den Grundpreis in Höhe von 160,65 Euro pro Jahr hält der der Kommunalversorger mit Sitz in Bergisch Gladbach hingegen konstant.

Für einen Musterhaushalt bedeutet das laut Belkaw eine monatliche Ersparnis von mehr als 95 Euro. Die Angebote für seine Sonderkunden passe das Unternehmen monatlich an. "Aktuell liegen wir mit unserem Festpreisprodukt Fair Gas 12 bei einem Arbeitspreis von 10,86 Ct/kWh und einem Grundpreis von 241,99 Euro pro Jahr", sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage.

Strom-Grundversorgungstarif im Januar dran

Auch für die Strom-Grundversorgung plant Belkaw eine deutliche Preissenkung, und zwar zum ersten Januar 2025. Genauere Angaben sind allerdings erst dann möglich, wenn weitere Preisbestandteile, wie beispielsweise die Netzentgelthöhe, feststehen. Aktuell zahlen Grundversorgungsstromkunden der Belkaw 40,76 Cent/kWh bei einem jährlichen Grundpreis von 259,69 Euro. Hinzu kommt der Zählerpreis von 17,72 Euro jährlich.

"Nach den extremen Preissteigerungen in den vergangenen zwei Jahren infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine sind wir sehr glücklich, die gesunkenen Beschaffungspreise jetzt an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben zu können", sagte Belkaw-Geschäftsführer, Harry Gersabeck.

Langfristige Beschaffungsstrategie zahlt sich aus

Sein Unternehmen beschaffe Energie auf Basis einer sehr langfristig angelegten Beschaffungsstrstegie und könne deshalb die sinkenden Marktpreise oft nicht unmittelbar weitergeben. "Wir beschaffen Strom und Gas monatelang im Voraus, um unsere Kunden zuverlässig beliefern zu können." Billiganbieter würden hingegen sehr kurzfristig einkaufen – mit der Folge, dass sie bei Engpässen nicht mehr liefern können. Das hätten die Kunden dieser Energiediscounter 2021 und 2022 erfahren müssen. "Ein Unding", kritisierte Gersabeck.

Belkaw mit Sitz in Bergisch Gladbach ist der Energieversorger für die sechs bergischen Städte und Gemeinden Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Leichlingen, Lindlar und Odenthal. Fünf davon halten eine stille Beteiligung an ihrem Versorger. Die Stadt Bergisch Gladbach ist mit einem Anteil von 49,9 Prozent an der Belkaw GmbH beteiligt. (am)

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