Stadtwerke Bielefeld haben 2025 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen.

Stadtwerke Bielefeld haben 2025 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen.

Bild: © Stadtwerke Bielefeld

Die Stadtwerke Bielefeld blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Das Jahresergebnis der Ostwestfalen in Höhe von 34,4 Millionen Euro bedeutet eine Steigerung um fast sieben Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Zum einen profitierte das Unternehmen von Sondereffekten wie dem Verkauf der Anteile an den Stadtwerken Gütersloh und einer GuD-Anlage sowie von günstigen Witterungsverhältnissen.

Zum anderen sorgte auch die Performance des Regionalversorgers im energiewirtschaftlichen Kerngeschäft für eine positive Entwicklung. Die Stadtwerke haben nach eigenen Angaben die Verluste der Verkehrssparte in Höhe von 18 Millionen Euro kompensieren können und leisteten zudem 21 Millionen Euro an Konzessionsabgaben an die Stadt.

Noch Anfang des Jahres sorgten die Stadtwerke Bielefeld mit angekündigten Sparmaßnahmen und dem Abbau jeder zehnten Stelle in den nächsten fünf Jahren für Schlagzeilen. Begründet wurde dies damals mit steigenden Kosten, einer unsicheren Förderkulisse und enger werdenden "kommunalen Spielräumen".

Vorausschauende Planung

Diese Ankündigung und auch die eingeleiteten Schritte bewertet Martin Uekmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Bielefeld, auch heute als vorausschauend und richtig. Diese Schritte Anfang des Jahres seien nicht irgendeiner kurzfristigen wirtschaftlich schwierigen Situation geschuldet gewesen – im Gegenteil, "wir haben bereits da mit einem erfolgreichen 2025 gerechnet". Vielmehr sei dies Teil einer langfristigen Strategie, um weiter auf Kurs zu bleiben und aus "einer Position der Stärke frühzeitig zu handeln und zu gestalten", fügte Geschäftsführer Rainer Müller auf ZFK-Nachfrage hinzu.

Frühzeitig hätten die Stadtwerke schwieriger werdende Rahmenbedingungen erkannt und Maßnahmen eingeleitet, um die Innenfinanzierungskraft zu stärken. Dazu gehören eine stärkere wirtschaftliche Steuerung von Vorhaben sowie zusätzliche Kostensenkungsmaßnahmen.

Seit vier Jahren leitet Martin Uekmann die Stadtwerke Bielefeld und auch die nächsten sechs Jahre steht er neben Friedhelm Rieke an der Spitze des Versorgers.© Stadtwerke Bielefeld

Wir halten auch weiterhin an unserem Grundsatz fest, das Wünschenswerte in das Machbare zu übersetzen.

Martin Uekmann

Geschäftsführer der Stadtwerke Bielefeld

"Motor der Transformation" bleiben

Die Ausgangslage bleibt anspruchsvoll: steigende Kosten, gesetzliche Änderungen, unsichere Förderkulissen und enger werdende Spielräume treffen auf weiterhin hohe Investitionsbedarfe. Uekmann unterstreicht den Anspruch seiner Stadtwerke, "Motor der Transformation" zu bleiben. "Wir halten auch weiterhin an unserem Grundsatz fest, das Wünschenswerte in das Machbare zu übersetzen, um "das Wünschenswerte in das Machbare zu übersetzen."

Der strategische Fokus liege deshalb auf Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und strategisch wichtigen Projekten wie Klärschlammverwertung, Aufbau der Wasserstofferzeugung, Sicherung der Trinkwasserversorgung und dem Ausbau klimafreundlicher Infrastruktur.

Im operativen Geschäft blieb die Stadtwerke-Gruppe 2025 stabil, obwohl Absatzmengen bei Strom und Gas zurückgingen. Den Rückgang begründet der Regionalversorger unter anderem mit strukturellen Sondereffekten, konkret dem Verkauf eines Gas- und Dampfkraftwerks und dem Wegfall eines großen Industriekunden. Ohne diesen Effekt seien die Absatzmengen sogar gestiegen, führte Müller aus, und nicht nur wegen günstiger Witterungsverhältnisse, betonte er.

Hohes Investitionsniveau

Die Investitionstätigkeit bleibt hoch: Die Stadtwerke-Bielefeld-Gruppe investierte 2025 mehr als 190 Millionen Euro, davon 68,4 Millionen Euro in die Netzinfrastruktur.

Der kommunale Wärmeplan in Bielefeld steht und damit auch die Fernwärme als zentraler Baustein der Wärmewende der Stadt. Die im vergangenen Jahr 91 neu angeschlossenen Gebäude markieren den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre, berichten die Stadtwerke. Gleichzeitig weisen die Stadtwerke auf neue Planungsunsicherheiten durch veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen hin, weil Anschlussquoten schwerer kalkulierbar werden.

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