Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) hat nach eigenen Angaben die Krisenjahre hinter sich gelassen und befindet sich wieder auf einem stabilen Wachstumskurs. Als Beleg hierfür werden in der aktuellen Pressemitteilung der deutlich verbesserte Jahresabschluss und die Investitionen in zahlreiche Zukunftsprojekte angeführt.
Der mehrheitlich kommunale Energieversorger steigerte im vergangenen Geschäftsjahr sein Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 45,9 Millionen Euro. Das ist ein Plus von rund sieben Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere das Vertriebs- und Wärmegeschäft hätten zu dieser positiven Entwicklung beigetragen, heißt es weiter. Der Jahresabschluss bestätige die Wirksamkeit des 2024 gestarteten Transformationsprozesses. Mit diesem seien die strukturellen und strategischen Grundlagen für die künftige Wettbewerbsfähigkeit geschaffen worden.

Unser Fokus liegt klar auf Dortmund und der Region.
Gerhard Holtmeier
Vorsitzender der DEW21-Geschäftsführung
"Wir haben unsere wirtschaftliche Stabilität zurückgewonnen. Unser Fokus liegt dabei klar auf Dortmund und der Region. Hier wollen wir weiterwachsen, Verantwortung übernehmen und die Energiezukunft aktiv mitgestalten", sagt Gerhard Holtmeier, Vorsitzender der DEW21-Geschäftsführung. Er bestätigte damit eine Entwicklung, die Vertriebschef Steffen Püschel bereits Anfang Juni im Gespräch mit der ZFK skizziert hatte.
Um die Kundennähe zu stärken, will die DEW21 unter anderem den persönlichen Service weiter gezielt ausbauen. Geplant sind zusätzliche Servicepoints in Brackel, Hörde und Hombruch. Ergänzend sollen zwei mobile Servicefilialen künftig direkt in die Stadtteile kommen und beispielsweise auf Wochenmärkten oder an stark frequentierten Standorten präsent sein.
Ausbau der Fernwärme und Erschließung neuer Wärmequellen
Ein besonderer Investitions-Schwerpunkt ist für DEW21 der Auf- und Ausbau einer klimafreundlichen Wärmeversorgung in Dortmund. Das lokale Fernwärmenetz von DEW21 ist nach eigenen Angaben mittlerweile knapp 90 Kilometer lang und wird konsequent erweitert. Mit dem Anschluss des Fußballstadions von Borussia Dortmund – dem Signal Iduna Park – an die Fernwärme wurde zuletzt ein Leuchtturmprojekt umgesetzt. Parallel zum Ausbau des bestehenden Fernwärmenetzes errichtet DEW21 neue Fernwärmenetze und erschließt so neue Wärmequellen. So entsteht auf Phoenix West gemeinsam mit Air Liquide ein neues Fernwärmenetz und im Neubaugebiet Am Lennhofe wird zusammen mit der Betrem GmbH die Nutzung von Abwasserwärme zur Versorgung der Gebäude realisiert.
Beim Ausbau erneuerbarer Energien setzt DEW21 auf Kooperationen mit lokalen und regionalen Partnern: Mit "WindSpark" in Dortmund-Ellinghausen, dem Energiepark Dortmund-Nordost und dem geplanten Repowering von "AirWin" entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit kommunalen Partnern, Wissenschaft und weiteren Akteuren konkrete Projekte für die Energiewende vor Ort.
"Die Energie- und Wärmewende entscheidet sich vor Ort. Deshalb investieren wir konsequent in den Ausbau der Fernwärme, erschließen neue regenerative Wärmequellen", sagt Peter Flosbach, Technischer Geschäftsführer bei DEW21. Ziel sei eine regionale Energie- und Wärmeversorgung, die nachhaltig, verlässlich und wirtschaftlich tragfähig ist
Digitalisierung und KI sorgen für höhere Prozesseffizienz
Parallel dazu treibt DEW21 die Digitalisierung des Unternehmens weiter voran. Der Einsatz künstlicher Intelligenz stehe mittlerweile allen Mitarbeitenden zur Verfügung und werde bereits in ersten Anwendungsfällen genutzt. Automatisierte Prozesse, moderne Cloud-Lösungen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der IT-Sicherheit sorgten für mehr Effizienz, Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Dabei verstehe DEW21 Digitalisierung ausdrücklich "als Teil der Wertschöpfung und nicht mehr lediglich als Kostenfaktor".
"Die Transformation von DEW21 ist weit mehr als ein wirtschaftlicher Erfolg. Sie gelingt nur mit engagierten Mitarbeitenden, modernen Arbeitsweisen und dem Mut, neue Wege zu gehen", sagt Matthias Klein-Lassek, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor bei DEW21. Digitalisierung, Qualifizierung und der gezielte Einsatz von künstlicher Intelligenz würden dabei helfen, Prozesse effizienter zu gestalten und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu stärken,