Der Energiekonzern EnBW hat in der baden-württembergischen Gemeinde Rot an der Rot eine Photovoltaikanlage mit acht Megawatt (MW) Leistung in Betrieb genommen. Komplettiert wird der Solarpark mit zwei geplanten Batteriespeichern mit je 1,2 MW Kapazität.
Gegenüber der konventionellen Stromerzeugung vermeiden Solaranlagen bereits viel CO2. Bei einem Solarpark mit der Leistung der Anlage in Rot an der Rot seien dies rund 6.800 Tonnen pro Jahr.
Second-Life-Speicher und nachhaltige PV-Module
Bei den Speichern handelt es sich um sogenannte "Second-Life-Speicher", den gebrauchten Akkus von den Elektroautos Audi "e-tron". Batteriespeicher sollen die Effizienz der PV-Anlage steigern, indem sie den erzeugten Strom flexibler und besser über den Tag verteilt ins Netz einspeisen. 2025 sollen die Batteriespeicher installiert werden und in Betrieb gehen.
Nicht nur mit den Second-Life-Speichern, sondern auch mit den verbauten PV-Modulen und Wechselrichten will EnBW nach eigenen Angaben Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen, hieß es aus Karlsruhe weiter.
"Durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern konnten wir den CO2-Ausstoß im Herstellungsprozess um ein Viertel reduzieren", sagte Marco Stifel, Leiter Einkauf PV bei der EnBW. Faktoren wie die Recyclingfähigkeit der Materialien und eine breiter aufgestellte, resilientere Lieferkette würden in der Einkaufsstrategie der EnBW ebenfalls eine wichtige Rolle, kündigte er an.
Kommune profitiert
Der innovative Solarpark setze auch ein "starkes Zeichen", dass in Rot an der Rot der wegweisende Solarpark seinen Betrieb aufgenommen habe, sagte Bürgermeister Andreas Maaß. Neben den Einnahmen aus der Gewerbesteuer erhält die Gemeinde auch eine Kommunalabgabe in Höhe von rund 20.000 Euro im Jahr.
Außerdem entwickelt EnBW beim Solarpark Haslach eine Magerwiese, die der lokalen Flora und Fauna ein Zuhause bietet. Für die Grünpflege sei eine Schafsbeweidung geplant. Zudem würden Blühstreifen entlang der Straße angelegt sowie eine Heckenbepflanzung an der nördlichen Fläche des Solarparks. Ebenso werde ein Feldlerchenfenster installiert.
"Der Solarpark ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich wirtschaftliche und ökologische Vorteile in der Energieerzeugung verbinden lassen", sagte Thorsten Jörß, Leiter Projektentwicklung Photovoltaik bei EnBW. (am)
