Weitere 50 MW grüne Windenergie aus EnBW Offshore-Windpark "He Dreiht" in der Nordsee gehen ab 2026 an Evonik.

Weitere 50 MW grüne Windenergie aus EnBW Offshore-Windpark "He Dreiht" in der Nordsee gehen ab 2026 an Evonik.

Bild: © EnBW/Rolf Otzipka

Das europäische Serviceunternehmen für erneuerbare Energien, Connected Wind Services (CWS), will sich neu ausrichten. Das hundertprozentige Tochterunternehmen von EnBW will damit den jeweiligen Besonderheiten und Anforderungen in den Kernmärkten Deutschland, Dänemark, Frankreich und Schweden noch besser gerecht werden, teilt der Energieversorger mit.

"Das unabhängige Maintenance-Geschäft im europäischen Wind Onshore- und PV-Geschäft wird deutlich an Bedeutung gewinnen",  sagt Andreas Mühlig, Leiter Erzeugung Betrieb, bei der EnBW AG. "Dem wollen wir mit einer angepassten Struktur und Fokussierung in den jeweiligen Ländern gerecht werden und so den CWS-Kunden ein noch besseres Angebot machen."

Der Erhalt der Windenergieanlagen in den genannten Ländern, der weitere Ausbau der Onshore-Windkraft und der Photovoltaik in Deutschland, Frankreich und Schweden sowie Chancen durch die weitere Digitalisierung des Maintenance-Geschäfts erforderten eine stringente Weiterentwicklung der CWS.

"Der europäische Onshore-Markt ist sehr heterogen", sagt Andreas Mühlig, Leiter Erzeugung Betrieb, EnBW.Bild: © EnBW

Nachfrage nach neueren Turbinen

"Der europäische Onshore-Markt ist sehr heterogen", so Mühlig weiter. "Viele heutige Bestandskunden der CWS haben mit ihren Anlagen in den kommenden Jahren Herausforderungen wie beispielsweise die technische Laufzeitverlängerung ihrer Anlagen."

Die Nachfrage nach unabhängigen Servicedienstleistungen bei neueren Turbinen und neuen Portfolios steige. "Durch eine stärkere Zusammenarbeit der Spezialisten der EnBW und der CWS können wir diese Nachfragen bedarfsgerecht noch besser bedienen." Zudem profitiere auch das EnBW-Bestandsportfolio davon, das in Deutschland und Schweden weitgehend von CWS betreut werde.

Fernüberwachung für Windparks

CWS ist ein spezialisierter Anbieter von Service-, Reparatur- und Wartungsdienstleistungen. Das Unternehmen betreibt ein umfangreiches Komponenten- und Ersatzteillager und bietet Fernüberwachung für Wind- und Solarparks.

Die Landesgesellschaften in Deutschland, Dänemark und Frankreich sollen in Zukunft von der EnBW Offshore Service (EOS) geführt werden, heißt es. Die schwedische CWS werde der EnBW Sverige AB zugeordnet. Beide Unternehmen sind ebenfalls alleinige Tochtergesellschaften von EnBW.

Wartung statt Repowering

Neben den Dienstleistungen für 70 Bestandskunden im Onshore-Windbereich mit einer installierten Leistung von insgesamt 380 MW und Servicestützpunkten in Rantrum, Bobitz, Bremervörde, Burgdorf, Döbeln, Prenzlau, somit sechs in ganz Deutschland betreut die CWS bereits heute die EnBW-Windparks nördlich des Mains sowie die neuen großen PV-Parks der EnBW in Ostdeutschland.

"Viele ältere Anlagen haben aus planungsrechtlichen Gründen keine Möglichkeit zum Repowering, können aber mit guter und professioneller Wartung an den Entwicklungen auf dem Strommarkt weiter erfolgreich partizipieren", so Bernd Paulsen, Geschäftsführer der CWS Deutschland.

Zudem sei mit der EnBW der Einstieg in die PV-Wartung geglückt. "Diese Sparte wollen wir auch für andere Kunden weiter ausbauen." (jk)

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