Blick auf die baden-württembergische Kleinstadt Hüfingen mit Kohenweiher.

Blick auf die baden-württembergische Kleinstadt Hüfingen mit Kohenweiher.

Bild: © R.Bitzer Photography/AdobeStock

Die Kleinstädte Blumberg, Bräunlingen und Hüfingen im Süden Baden-Württembergs ziehen sich aus der Energieversorgung Südbaar zurück. Die Gemeinden verkaufen laut Presseaussendung ihre Anteile an die Mitgesellschafterin und EnBW-Tochter Energiedienst.

Damit wird Energieversorgung Südbaar eine 100-prozentige Tochter des Schweizer Unternehmens. Demnach haben die Gemeinderäte dem Verkauf im Grundsatz bereits zugestimmt. Noch fehlt die Freigabe durch das Bundeskartellamt.

Investitionen statt Ausschüttungen

Als Grund für diesen Schritt werden erforderliche Millioneninvestitionen im Zuge der Energiewende genannt. Diese seien deutlich größer, "als wir sie als kommunale Gesellschafter stemmen können", heißt es. Zudem habe sich das wirtschaftliche Risiko infolge der Energiekrise spürbar erhöht.

Millionenbeträge müssten in den nächsten Jahren in den Netzausbau investiert werden. Die Energieversorgung Südbaar könne daher künftig keine jährlichen Ausschüttungen mehr an die Gesellschafter leisten. Stattdessen müssten die Eigentümer jedes Jahr Geld in das Unternehmen investieren.

Energieversorgung Südbaar 1986 gegründet

Wie viel Geld der Verkauf den Kommunen einbringt, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Der Erlös sei jedoch deutlich höher, als der Wert der Energieversorgung Südbaar bei der Einbringung gewesen sei, heißt es.

Die Energieversorgung Südbaar wurde nach eigenen Angaben 1986 gegründet. 2016 stiegen die drei Kommunen ein. Seitdem ist Energiedienst mit 40 Prozent auch Hauptgesellschafter.

Energieverkäufer und Netzbetreiber

Die Energieversorgung Südbaar verkauft in Blumberg (10.000 Einwohner), Hüfingen (8000 Einwohner) und Bräunlingen (6000 Einwohner) Strom und Gas. Außerdem betreibt sie vor Ort Strom-, Gas- und Wärmenetze. Der Überschuss im Jahr 2021 betrug laut Geschäftsbericht 612.000 Euro. Im Vorjahr waren es knapp 1,2 Mio. Euro gewesen. Geschäftszahlen für 2022 lagen nicht vor. (aba)

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