Dominik Bahn (von links), Leiter erneuerbare Energien, Elke Temme, Geschäftsführerin, und Stephan Meißner, erneuerbare Energien, alle Stadtwerke Bochum, nehmen den Windpark Schälker Heide in Betrieb.

Dominik Bahn (von links), Leiter erneuerbare Energien, Elke Temme, Geschäftsführerin, und Stephan Meißner, erneuerbare Energien, alle Stadtwerke Bochum, nehmen den Windpark Schälker Heide in Betrieb.

Bild: © Stadtwerke Bochum

Von Hans-Peter Hoeren

Die Stadtwerke Bochum haben im sauerländischen Iserlohn ihren ersten eigenen Windpark in Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen. Die Bauzeit dauerte rund ein Jahr. "Künftig produzieren wir mit unserem Windpark Schälker Heide so viel Strom, wie etwa 9.000 Haushalte im Jahr verbrauchen“, erklärt Elke Temme, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bochum. Sie sprach von "einem schönen Meilenstein", der das Engagement auch regional greifbar mache.

Der Windpark Schälker Heide besteht aus zwei Windenergieanlagen des Typs Nordex N149 mit einer Leistung von jeweils 5,7 Megawatt (MW) und einer Gesamthöhe von fast 240 Metern. Die Anlagen wurden in Kooperation mit dem Projektentwickler Abo Energy geplant und errichtet.

Bis 2030 soll das Portfolio auf 230 Megawatt anwachsen

Bei der Fläche, auf der die Anlagen errichtet wurden, handelt es sich um ein vorwiegend von Nadelwald geprägtes Gebiet nördlich des Iserlohner Stadtteils Stübbeken. 

"Die Fläche bot sich für den Bau von Windenergieanlagen an, da wir durch den Orkan Kyrill entstandene Windwurfflächen und das teilweise durch Trockenheit und Borkenkäfer geschädigte Gebiet nun im Sinne einer klimafreundlichen und ressourcenschonenden Stromerzeugung sinnvoll neu nutzen können", sagt Dominik Bahn, Leiter des Geschäftsfelds erneuerbare Energien bei den Stadtwerken Bochum. 

Aktuell umfasst das Stromerzeugungsportfolio der Stadtwerke Bochum 133 Megawatt. Ziel ist es, dieses, bis 2030 etwa auf 230 MW Erzeugungsleistung auszubauen. Dafür werden wir weiterhin in Projekten mit der Trianel zusammenarbeiten, Chancen suchen, wie sie sich jetzt in Iserlohn ergeben haben und  den Ausbau von PV-Anlagen auf Bochumer Dächern forcieren“, erklärt ein Stadtwerke-Sprecher auf ZfK-Anfrage. 

Eigene Anlagen auch in Bremerhaven und Franken                                                                   

Die Arbeit in Kooperationen und unser bundesweites Engagement seien für den Kommunalversorger wesentlich, um sein erneuerbares Stromerzeugungsportfolio auszubauen. Die Stadtwerke Bochum betreiben bereits seit 2009 unabhängig von den Trianel-Beteiligungen Windenergieanlagen in Bremerhaven sowie bereits seit 2007 eine Freiflächen-Photovoltaikanlage im fränkischen Gnodstadt. 

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