Stephan Kohler war ein streitbarer Kämpfer für die Energiewende.

Stephan Kohler war ein streitbarer Kämpfer für die Energiewende.

Bild: © Zukunft Erdgas

Der Gründer und langjährige Geschäftsführer der Dena, Stephan Kohler, ist plötzlich und unerwartet verstorben, wie die Dena am Montagabend mitteilte. Kohler habe das Wirken und Werden der Dena maßgeblich mitgeprägt. 15 Jahren stand er an der Spitze der Energie-Agentur.

Dena-Chef Andreas Kuhlmann würdigt Kohler in der Mitteilung als leidenschaftlichen und durchaus auch streitbaren Kämpfer für Energiewende und Klimaschutz. Zu seinen besonderen Verdiensten zählt Kuhlmann Erfolge rund um die Energieeffizienz oder den Aufbau und Ausbau der internationalen Kooperationen.

Kämpfer für die Energiewende

Mit Trauer und Bestürzung reagierte auch die Brancheninitiative Zukunft Erdgas auf den Tod des 67-Jährigen. Kohler stand dem Aufsichtsrat von Zukunft Erdgas seit 2018 vor.Timm Kehler, Vorstand der Initiative, würdigt Kohler als „klugen und leidenschaftlichen Kämpfer für die Energiewende“, der sich durch seine präzisen Analysen und seine Scharfsinnigkeit hervorgetan habe.

Seine Trauer bekundete auch der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Kohler habe sich unter anderem aktiv im Arbeitskreis Russland, der Deutsch-Russischen Strategischen Arbeitsgruppe und im Petersburger Dialog engagiert. „Wir werden Stephan Kohler schmerzlich vermissen, als Ratgeber und Fachmann, aber auch als großen Freund Osteuropas und unseres Verbandes“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes. „Gerade im Hinblick auf den Green Deal der EU standen wir bis zuletzt in engem Austausch.“

Große Anteilnahme

Via Twitter meldete sich BEE-Chefin Simone Peter zu Wort, die noch im Januar im Beisein von Stephan Kohler den Mietvertrag auf dem Euref-Campus unterschrieben hatte. Sie sei in Gedanken bei seiner Familie.

Kohler wurde 1952 in Augsburg geboren. Nach seiner Ausbildung wurde er zunächst als Experte für Kerntechnik und Strahlenschutz bekannt, ehe er 1981 zum Öko-Institut Freiburg wechselte, dessen Fachbereich Energie er 1983 als Leiter übernahm. Bereits zu Zeiten von Michail Gorbatschows Perestrojka knüpfte Kohler Kontakte in die Sowjetunion und baute ab 1988 ein Umwelt-Informationsbüro in Moskau auf. 1991 wurde Kohler dann Geschäftsführer der neu gegründeten Niedersächsischen Energie-Agentur in Hannover. (amo)

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