Die Energieversorgung Gera GmbH (EGG) beginnt Anfang März mit dem Rückbau ihrer Anlagen an beiden Kraftwerksstandorten in Gera. Dabei beginnt die Demontage an den Heizkraftwerken Gera-Nord im Ortsteil Langenberg nahe der A4 sowie Gera-Süd am Elsterdamm gleichzeitig. Mit dem Rückbau beider Anlagen wird die Nachnutzung der Kraftwerksgelände nun in naher Zukunft ermöglicht. Die EGG hatte sich nach der Stilllegung ihrer beiden Kraftwerke im Januar und Juni 2019 um eine Nachnutzung der beiden Standorte bemüht.
Der Fokus für eine Weiternutzung der Kraftwerksstandorte lag neben einer nachhaltigen Lösung auch auf der zeitnahen Weiternutzungsmöglichkeit der attraktiven städtischen Standorte. Die Verhandlungen dazu laufen nach Angaben der EGG derzeit noch, man sei mit mehreren Bewerbern im Gespräch und im übrigen guten Mutes, die neuen Nutzer schon bald gefunden zu haben. Der Rückbau beider Anlagen soll bereits Ende dieses Jahres vollendet sein. Damit beauftragt ist die Laarakkers Democom GmbH.
EGG hat Anlagen fachgerecht stillgelegt
Das deutsch-niederländische Unternehmen Laarakkers Democom verfügt über umfassende Erfahrungen in der sicheren und fachgerechten Ausführung von Demontage- und Abbrucharbeiten und hat verbindlich zugesagt, alle Auflagen des Arbeits- und Umweltschutzes zu erfüllen. Das Abrisskonzept und der Zeitplan sind mit der Stadtverwaltung Gera abgestimmt. Straßensperrungen oder größere Behinderungen für den Straßenverkehr sind nicht zu erwarten.
Das Heizkraftwerk Gera-Nord wird oberirdisch rückgebaut. Dies beinhaltet den Komplettabbruch der Gebäude, Kamine und Lagertanks bis auf die Bodenplatte. Am Standort Heizwerk Gera-Süd erfolgt hingegen ein Komplettabbruch der Gebäude inklusive Keller, die Kellerfundamente am Elsterdamm bleiben aber als Böschungssicherung erhalten. Die Kraftwerke wurden durch die EGG fachgerecht stillgelegt. Verbliebene Chemikalien und Betriebsmittel wurden durch Fachfirmen entsorgt, alle Anlagen gereinigt und für die sichere Demontage vorbereitet. (sig)
