Im Arthur D. Little Report "Energy retailers: Facing the toughest transition in the energy sector" analysieren die Experten die Herausforderungen im aktuellen europäischen Marktumfeld. Ob Stadtwerk oder DAX-Gigant – vor allem das Geschäft mit größeren Geschäftskunden gestalte sich schwierig und drückt auf die Bilanzen. Gleichzeitig mache eine höhere Wechselbereitschaft der europäischen Privathaushalte die Planbarkeit von Erträgen noch schwieriger, heißt es weiter.
Schlüsselfrage sei daher, ob und wie diese Unternehmen ihre Geschäftsmodelle verändern können, um Potenziale angrenzender Geschäftsmodelle besser zu nutzen.
Geschäftsfelder mit erheblichen Potenzialen
Dazu identifizierte die Beratungsgesellschaft drei Bereiche, die besonders im Fokus stünden:
- Dezentrale Energieversorgung: Haushaltseigene Photovoltaikanlagen, neue Speicherlösungen, der Aufbau von Ladeinfrastruktur für die eMobilität
- Telekommunikation: Vor allem im großstädtischen Bereich spielen Versorger eine zunehmende Rolle beim Ausbau der Glasfasernetze
- Energieeffizienz: Die stärkere Bepreisung von CO2 wird Lösungen im Bereich Smart Home langfristig attraktiver bzw. notwendig machen; Kooperationsmodelle mit der Wohnungswirtschaft bieten sich an
Die Konkurrenz schläft nicht
In diesen Bereichen könnten Energieversorger, um neue Umsätze zu erschließen, Margen verbessern und nicht zuletzt die Kundenbindung deutlich ausbauen. Allerdings werden sich die Energieversorger bei der Eroberung neuer Bereiche gegen schlagkräftige Konkurrenten erwehren müssen – seien es die IT-Riesen aus den USA wie Amazon, Facebook und Google, die Autobauer oder die etablierten Telekommunikationsunternehmen.
Gefahr drohe hier auch von Start-ups, die entweder aus dem Energie-Bereich selbst oder von außerhalb kommen und hier die Chance sehen, ihr Geschäft auszuweiten. Die komplette Studie (in eglischer Sprache) finden Sie hier. (sg)
